ABSCHLIESSENDE ETAPPE DER HOF-SANIERUNG AUF GUTEM WEGE – MODERNES KONZEPT ALS BASIS


Dank einem pragmatischen Ansatz und modernen, kostengünstigen Lösungen für den Betrieb zeichnet sich für die abschliessende dritte Etappe des Hof-Umbaus eine sinnvolle Lösung ab. Das Konzept für die Nutzung der verschiedenen Räumlichkeiten, die ab 2021 entstehen sollen, vermag zu überzeugen.

Sobald die Kostenschätzung vorliegt und auch ein Entscheid gefallen ist, in welchem Masse sich der Kanton St. Gallen engagieren wird, soll gemäss Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, die ihres Zeichens auch Präsidentin der Stiftung Hof zu Wil ist, der weitere Entscheidungsprozess in der Stadt Wil klar werden. Susanne Hartmann ist auch erfreut, dass Stadtrat, Stiftungsrat und Politische Begleitgruppe das vorliegenden Konzept positiv sehen und es unterstützen.


Das neue Nutzungskonzept

In den ersten beiden Bauetappen standen die Sanierung der Gastronomie, der Räume für die Stadtbibliothek und des Turmgevierts im Zentrum. Nun liegt eine Studie mit dem Schwerpunkt Museum vor. In einem umfangreichen Grundlagenpapier hat die St. Galler Agentur Alltag in Zusammenarbeit mit allen Anspruchsgruppen die Leitplanken für die künftige Nutzung ausgearbeitet.

Das Museum im Hof zu Wil wird neu ausgerichtet. So soll die Geschichte modern dargestellt und für die Besucherinnen und Besucher erlebbar werden. Die ungewohnte Betriebsidee des offenen Zugangs reduziert die Betriebskosten, indem keine Aufsicht mehr nötig ist. Die Inszenierung der Objekte soll selbsterklärend sein. Mit der entsprechenden Überwachungstechnik ist die Sicherheit dennoch gewährleistet.

Informierten über die dritte und letzte Sanierungsetappe des Hof zu Wil: v.r. Susanne Hartmann (Stadtpräsidentin Wil), Philipp Lämmlin (Agentur Alltag) und Thomas K. Keller (Architekt).

Das neue Museum besteht aus sechs Teilbereichen: dem «Setzkasten» im Turm mit den Sammlungs-Highlights der Ortsgemeinde, den «Zeitspuren» zur Stadtgeschichte von Wil, dem überregional ausstrahlenden «Fürstabteimuseum» mit angrenzender Äbtekapelle, einem «Mehrzweckraum» für Wechselausstellungen und unterschiedliche Nutzungen, den «Erlebnispfaden» durch Geschichten und Raum im Dachstock sowie der «Perlenschnur» entlang von Geschichtsmomenten im Hof und der angrenzenden Altstadt.

Im 2. Obergeschoss sollen Arbeitsräume entstehen, die vermietet werden können und im Haus Roter Gatter entstehen entweder Wohnungen oder ein B&B-Angebot, abhängig von den sich daraus ergebenden betriebswirtschaftlichen Vorteilen. Gemäss Susanne Hartmann müssen im Hof zu Wil die Betriebskosten durch die laufenden Einnahmen vollumfänglich gedeckt sein und es brauche auch Gewinn für den Unterhalt bzw. für neue Investitionen.

Wie weiter?

Im laufenden Jahr wird nun ein architektonisches Vorprojekt erarbeitet, welches die baulichen Antworten auf das neue Konzept geben soll. Zudem werden die zu erwartenden Baukosten geschätzt. Mit den Bauarbeiten wird nach jetzigem Planungsstand im Jahr 2021 begonnen.

Weit über die Grenzen der Stadt und Region Wil hinaus zählt der Hof mit seiner über 800-jährigen Geschichte zu den wertvollsten Kulturgütern. 500 Jahre Äbtezeit und knapp 200 Jahre Bierbrauerzeit hinterliessen Spuren. Seit 1978 steht das imposante Bauwerk unter Bundesschutz, seit 1990 ist es als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Mitte 1990 übernahm die Stiftung Hof zu Wil die Verantwortung. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, der Öffentlichkeit den Hof als Treffpunkt für gesellschaftliche und kulturelle Begegnungen zur Verfügung zu stellen.

Bisherige Investitionen