CLUB22 ÜBERREICHTE 20’000 FRANKEN-CHECK FÜR 1. MANNSCHAFT DES EC WIL

Anlässlich des Oktober-Meetings des Club22, des Fördervereins des EC Wil, erläuterten Headcoach Andy Ritsch, Sportchef Daniel Zeber und Marketingchef Sascha Hasler ihre ersten Erfahrungen und kommunizierten die gesteckten Ziele. Vom Club22 gab es einen 20’000 Franken-Check für die erste Mannschaft.

(Hermann Rüegg) Der neuformierte EC Wil ist gegen die auf dem Papier besten Teams mit zwei Siegen (PIKES Thurgau und Herisau) und vier Niederlagen (Arosa, Frauenfeld, Wetzikon und Prättigau) in die 1. Liga-Saison 2017/18 gestartet. Trotz der vier Niederlagen ist dies der beste Start der letzen Jahre – und dies bei einem zu 80 Prozent verändertem Team, dem wohl tiefsten Budget und einem der jüngsten Teams in der 1. Liga. Für Gesprächsstoff am Meeting auch der angekündete Rücktritt des langjährigen EC Wil Präsidenten Daniel Kamber auf die nächste GV. Diesbezüglich hörte man bereits Namen, welche nahtlos und fachkundig übernehmen könnten.

Keine „Wenn“, „Aber“ und „Hätte“

Für Andy Rischt, der diese Saison als Headcoach beim EC Wil übernommen hat, scheint der Weg zu stimmen, denn wie er sagt, müsse sich das neue Team im Ernstkampf noch besser finden und lernen. „Ich bin aber recht zufrieden mit dem bisher Erreichten und habe riesige Freude an dieser Mannschaft“, meint er. Noch gebe es unnötige Strafen und es fehle auch noch an Erfahrung und Cleverness, um in schwierigen Situationen richtig zu reagieren. Nur so könne er sich die plötzlichen Einbrüche nach sehr guten Spielphasen erklären. „Es gibt aber keine Wenn und Hätte, denn wenn meine Grossmuter Rädli hätte, wäre sie ein Ferrari“, lacht Ritsch und sucht keine fadenscheinigen Entschuldigungen. Das Team habe einen sehr guten Zusammenhalt, tollen Teamgeist und jeder sei gewillt für den Kollegen zu kämpfen und das stimme ihn zuversichtlich, die Playoffs zu erreichen.

Das wohl tiefste Budget

Auch für Sportchef Daniel Zeber, der einen grossen Teil des neuen Teams in aufwändiger und hartnäckiger Kleinarbeit rekrutierte, stimmt das bisher Gezeigte. „Wenn ich bedenke, dass wir eines der jüngsten Teams in der Liga haben und dies zum wohl tiefsten Budget für eine 1. Liga-Mannschaft, haben wir ein Team, das sich weiter sehr positiv entwickeln kann und wird“, so Zeber. Auch wenn das Team funktioniert und harmoniert, ist Daniel Zeber bereits an der Planung der Mannschaft für die Saison 2018/19. „Obwohl wir zum Teil Verträge über mehr als ein Jahr abgeschlossen haben, ergeben sich bereits jetzt neue interessante Personalien mit welchen das Team dann weiter optimiert und ergänzt werden kann. Man dürfe gespannt sein auf interessante Konstellationen“, schmunzelt Zeber vielsagend.

 Persönlicher Kontakt

Keine leichte Aufgabe hat auch der neue Marketingchef Sascha Hasler, um im heute anscheinend steinigen Umfeld Sponsoren, Gönner und Bandenwerber zu finden. „Ich setze vor allem auf den persönlichen und direkten Kontakt mit bisherigen Sponsoren, aber auch mit mit neuen potenziellen Gönnern“, sagt Hasler. Er habe auch ein neues Konzept erstellt, das über alle Stufen transparent sei und klare Vorgaben zur weiteren Optimierung der Abläufe beinhalte. Das kleine Dankeschön in der Form eines speziellen Pucks kam bei den „22ern“ gut an. „Es sind genau diese kleinen Aufmerksamkeiten, nicht die grossen Worte, welche Positives auslösen“, so ein engagierter 22er.

Das Gäste-Trio des EC Wil zu Gast beim Club 22 (v.l.n.r.): EC Wil Head-Coach Andy Ritsch, 22er-Obmann Rodolfo Vettiger, EC Wil-Marketingchef Sascha Hasler und EC Wil-Sportchef Daniel Zeber.