DEN ENERGIEHAUSHALT NEU AUSBALANCIEREN


Qin Deng Häne hilft ihren Patienten mit den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin; sie umfassen weit mehr als Akupunktur.  

„Manche Menschen werden von der Schulmedizin als gesund bewertet, die Laborwerte sind im normalen Bereich. Trotzdem verspüren sie Beschwerden“, erzählt Qin Deng Häne. Oft kann ihnen die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei ihren chronischen Leiden Hilfe anbieten. Typische Einsatzgebiete für TCM sind Rücken- und Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, ständige Müdigkeit, Schwindel, Schlafprobleme, Migräne, Verdauungsbeschwerden sowie Konzentrationsstörungen.

„Wenn eine Patientin oder ein Patient zu uns TCM-Therapeuten zur Behandlung kommt, schauen wir den aktuellen Zustand der Zunge an. Je nach Farbe, Dicke und allfälligen Belägen können wir Rückschlüsse über den Ursprung der Beschwerden ziehen“,  erzählt die Therapeutin, die an der Universität von Wuhan, der Hauptstadt ihrer Heimatprovinz Hubei Traditionelle Chinesische Medizin studierte. 2007 legte sie in China das Staatsexamen ab. Die 36-Jährige ergänzte ihre Ausbildung mit einem Masterstudiengang in der Kombination von Schulmedizin mit Traditioneller Chinesischer Medizin TCM an der Universität Guangzhou, dem früheren Canton.

Körper und Geist als Einheit

„Auch die Qualität des Pulses verrät einiges über den Gesundheitszustand des Patienten“, fährt Qin Deng weiter. Die TCM-Therapeuten achten auch auf den Zustand der Gesichtshaut und deren Färbung sowie auf das gesamte Erscheinungsbild. Die Medizin im Reich der Mitte kennt die Trennung zwischen Körper und Geist der westlichen Schulmedizin nicht, beide wirken untrennbar zusammen.

„All unsere Feststellungen fassen wir zu einem Gesamtbild zusammen und legen daraus den Behandlungsprozess fest.“ Oft muss die Funktion eines einzelnen Organs gesteigert und/oder der Energiehaushalt in Körper und Geist wieder in Balance gebracht werden. In der Folge verschwinden die Beschwerden oder sie werden mindestens gelindert.

Nadeln bereiten kaum Schmerzen

Die TCM arbeitet vor allem mit Schröpfen, Akupunktur, Tuina-Massage und Kräuteranwendungen. „Gelegentlich gebe ich den Patienten auch Ernährungsempfehlungen“, so Qin Deng. Die Mutter einer Tochter im Kindergartenalter lebt mit ihrem Schweizer Ehemann, einem TCM-Therapeuten, im Wiler Ortsteil Bronschhofen. Wie sie betont, ist ein grosser Vorzug der TCM, dass sie mehrere Beschwerden gleichzeitig behandeln könne.

Die Therapeutin weiss, dass vielen Menschen bei der Vorstellung von Akupunkturnadeln im Körper unwohl wird. „In der Regel ist der Schmerz beim Stechen sehr gering.“ Gemäss ihren Angaben stecken erfahrene Therapeuten die feinen Nadeln sehr rasch in die Haut. Nur wenn man sie sehr langsam einbringt, kann es etwas schmerzhaft sein.

Ein Dutzend Behandlungssitzungen sinnvoll

In der ersten Behandlungsphase sind zwei Therapiesitzungen à einer Stunde pro Woche zweckmässig. Nach rund drei Wochen wird der Behandlungsrhythmus auf eine wöchentliche oder vierzehntägliche Sitzung verändert.  Zu Behandlung von Beschwerden ist ein Behandlungsblock von 10 -12 Sitzungen angemessen.

Je nach persönlichem Versicherungsmodell übernimmt die Zusatzversicherung  einen wesentlichen Kostenanteil. Die übrigen Patienten kommen selber für das Behandlungshonorar auf.

Qin Deng erwähnt, dass sie von verschiedenen Schweizer Fachverbänden für komplementärmedizinische Behandlungsmethoden anerkannt und in die entsprechenden Berufsregister aufgenommen wurde. Sie besucht auch immer wieder weiterbildende Veranstaltungen, um ihren Patienten noch besser helfen zu können.


Weitere Informationen:

www.tcm-praxis-deng.ch