„DIE REGIMENTSTOCHTER“ AM 9. / 10. / 11. / 16. / 17. / 23. UND 24. MÄRZ


Am 24. März 2018 fällt der letzte Vorhang für die aktuelle Produktion des MUSIKTHEATERWIL: Donizettis „Die Regimentstochter“. Die komische Oper begeisterte mit ihrer frischen und innovativen Inszenierung der Regisseurin Regina Heer.


«Eine opulente und vergnügliche Aufführung», hatte ein Premierenbesucher spontan gemeint. Und MUSIKTHEATERWIL-Präsident Eugen Weibel meinte: „Ich bin stolz auf alle Mitwirkenden, die alles in 50 Tagen, also einer recht kurzen Zeit, realisiert haben».


Liebesgeschichte

Seit dem 6. Januar  spielt sich auf der Bühne der Tonhalle Wil jedes Wochenende aufs Neue die Geschichte von Marie ab: Die Geschichte des Kindes, das am Rande eines Schlachtfeldes aufgefunden, vom Regiment grossgezogen wird und schliesslich sein Glück bei der wiedergefundenen adligen Verwandtschaft auf einem Schloss sucht. Abend für Abend lacht und leidet man mit Nicole Bosshard und Flurina Ruoss in der Titelrolle mit, wenn sie mit den Soldaten ihre Scherze treiben und die Geschichte des Liebespaares Marie und Tonio in einem eigenen Theater aufführen. Abend für Abend bangt man um die Liebe zwischen Marie und Tonio und verfolgt mit Bangen, ob die Standesdünkel des Adels dieser Liebe etwas anhaben können.

25 Aufführungen

Wo dem Libretto in namhaften Opernführern kein allzu grosser Anspruch beschieden wird, hat es Regisseurin Regina Heer geschafft, den Menschen und ihren Beweggründen nachzuspüren. Dadurch gelang ihr eine authentische Inszenierung, welche die komische Oper auf ein anspruchsvolles Niveau hob.

Insgesamt 25 Aufführungen erlebt(e) Donizettis komische Oper in Wil und wurde dabei kein einziges Mal müde. „Die Mitwirkenden sind authentisch und lebendig“, hatte der stellvertretende musikalische Leiter Marcel Blanchard gemeint. „Das Bühnengeschehen entwickelt sich von Vorstellung zu Vorstellung“.

Entschlackte Musik

Dirigent Kurt Koller sah seine Herausforderung in der Entschlackung gegenüber gängiger Interpretationen und Einspielungen. „Oft sind die Partien überladen mit nicht enden wollenden Koloraturen und Kadenzen“, erläuterte er seine Beobachtungen. Was von Donizetti so aber nicht vorgesehen war. „Bisweilen war die originale Komposition nicht mehr zu erkennen“. Koller erreicht mit seiner Interpretation eine schlanke, elegante Musik, die den ursprünglichen Kern von Donizettis Tonsprache wiederbelebt und die Wiler „Regimentstochter“ zu einem Hörgenuss macht.


Letzte Aufführungen

Am 24. März 2018 ist die Derniere, bis dahin können noch am 9. / 10. / 11. / 16. / 17. und 23. März Vorstellungen besucht werden. Der Vorverkauf läuft über www.musiktheaterwil.ch oder über die Tonhalle Wil.