EC WIL: VOM 0:3 ZUM 5:4


Nach Platz 2 am EZO-Cup und dem Gewinn des Äbtestadt-Cups stand für die 1. Mannschaft des EC Wil das erste Vorbereitungsspiel ohne Turniercharakter auf dem Programm. Gegner im heimischen Bergholz war niemand Geringeres als der EC Bregenzerwald aus der zweithöchsten österreichischen Liga.

(EC Wil) Die Wiler erwischten einen katastrophalen Start. Bereits nach 30 Sekunden stand es 0:1. Von diesem Schock konnte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Ritsch nicht so schnell erholen. Fehler um Fehler, schlechte Zuspiele, Puckverluste in gefährlichen Zonen und keine Emotionen führten dazu, dass der EC Bregenzerwald nach 20 Minuten bereits mit 0:3 in Führung lag. Der EC Wil wurde regelrecht überfahren. Das Tempo, dass die Vorarlberger vorgaben war imponierend – die Wiler machten es dem Gegner mit ihrer Spielweise aber auch einfach. Auf der Tribüne hörte man bereits: „Heute gibt es eine Klatsche!“

Gibt es die Kanterniederlage? Nein. Der EC Wil kam wie verwandelt aus der Garderobe. Angetrieben von Andreas Ambühl kamen die Wiler immer besser ins Spiel. Die taktischen Vorgaben wurden erfüllt, es wurde viel gelaufen, die Checks wurden zu Ende gefahren. So ging es nur 2 Minuten bis Colin Swart das 1:3 erzielen konnte. Ging das Spiel im 1. Drittel nur Richtung Wiler Gehäuse, waren nun mehrheitlich die Gastgeber am Drücker. Mit einer sehenswerten Einzelaktion konnte Ambühl in der 30. Minute den Anschlusstreffer erzielen. Der Ausgleich wollte im 2. Drittel aber nicht mehr fallen.

Auch in Drittel 3 erwischten die Einheimischen den besseren Start. Ambühl und Kälin entwischten. Alle warteten auf den Pass auf den wirbligen Kälin, aber Ambühl fasste sich ein Herz, schoss und verwertete den Abpraller zum 3:3 gleich selber. Wiederum 2 Minuten später konnte man mit 1 Mann mehr spielen, da die Bregenzerwälder eine 2-Minuten-Strafe erhielten. Der beste Spieler der Österreicher, Simeon Schwinger, konnte einen Pass abfangen und erzielte mit seinem 3. persönlichen Treffer den 3:4-Führungstreffer. Jetzt waren wieder die Wiler am Zug. In der 56. Minute war es soweit. Der abermalige Ausgleichstreffer. Wie kann es anders sein, auch Ambühl schoss sein 3. Tor. So blieb es bis zum Ende des 3. Drittels. Das Spiel ging in die Verlängerung.

Im Spiel 3 gegen 3 Spieler pro Mannschaft neutralisierten sich beide Teams sehr gut, bis Maraffio in der 63. Minute einen Pass abfangen und Matteo Torino anspielen konnte. Wie beim 2. Goal der Wiler übernahm Torino die Verantwortung, spielte keinen Pass in einer 2:1-Situation, sondern schoss – und traf sehenswert in die weite Ecke zum Sieg. 20 Minuten sehr schlecht gespielt, anschliessend aber gekämpft bis zum Umfallen und Charakter gezeigt. Ein Sieg gegen eine Mannschaft aus einer Nationalliga B ist ein schöner Erfolg. So kann es weiter gehen.

Der EC Wil Spielte mit folgender Aufstellung: Meier (Etter); Stevan, Bulgheroni, Spillmann, Togo, Swart, Huber; Horváth, Heitzmann, Schärer; Rüsi, Maraffio, Torino; Gachet, Eigenmann, Mettler; Kälin, Ambühl; Abwesend: Högger, Hungerbühler, Stiefel; Wil erstmals mit Testspieler Anthony Gachet

Bereits heute Mittwoch, 22. August 2018, treffen die Wiler um 20.15 Uhr in Küssnacht am Rigi auf den EHC Seewen aus der höherklassigen MySports-League. Man darf gespannt sein.