ES HAT NICHT SOLLEN SEIN – WILER MÜSSEN IN DIE FINALISSIMA


Der EC Wil verpasst die grosse Chance, sich mit einem Heimsieg für die Halbfinals zu qualifizieren und verliert am Ende in der Overtime gegen den EHC Frauenfeld mit 2:3. Die Thurgauer erzielen die Tore in ihrem berühmt und berüchtigten Überzahlspiel. Nun kommt es am Donnerstag, 22. Februar 2018, zum alles entscheidenden fünften Spiel, welcher um den Halbfinal-Einzug entscheidet.

Alles war angerichtet, doch es sah am Ende nicht der erhoffte Sieg für den EC Wil heraus. Die knapp 500 Zuschauerinnen und Zuschauer wurden mit feinster Hockeykost verwöhnt, aber mit dem besseren Ende für den Gast aus dem Thurgau. Der Underdog machte sich im ersten Drittel mit Strafen das Leben selber schwer und musste prompt nach einer knappen Viertelstunde in Unterzahl das 0:1 durch Pascal Rieser hinnehmen.

Kurz nach Wiederbeginn gelang der Ausgleich

Die Bären konnten nach 141 Sekunden im mittleren Abschnitt das Spiel ausgleichen, Ramón Diem versenkte den schwarzen Kobold im Frauenfelder Netz. Der Jubel, in den Reihen des Aussenseiters war dementsprechend gross. In den ersten 20 Minuten hatten die Frauenfelder etwas mehr Spielanteile, aber je länger die Partie dauerte, umso ausgeglichener wurde sie. Die Führung hätte in dieser Phase auf beide Seiten kippen können, aber es gab im Mitteldrittel keine weiteren Tore zu bejubeln.

Frauenfelder mit erneutem Führungstreffer

Auch im letzten Abschnitt sahen die knapp 500 Fans gutes Playoff-Eishockey, doch es fehlten zunächst die Tore. Als die Unparteiischen den Wiler Marius Herberger wegen eines Hackens auf die Strafbank schickten, gelang den Gästen die erneute Führung. Nino Fehr schloss eine schön heraus gespielte Kombination erfolgreich ab. Noch in der gleichen Spielminute folgte der nächste Aufreger, ein Wiler wurde allein auf den Torhüter losziehend regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Penalty versenkte Leeroy Rüsi gekonnt wie ein Routinier.

Sieg in der Overtime

Knapp eineinhalb Minuten vor Schluss erwies Rico Hungerbühler mit einem Check gegen den Kopf seinem Team einen Bärendienst und so musste die Andy Ritsch-Equipe fünf Minuten in Unterzahl agieren. Aber nicht nur die Frauenfelder kamen zu Chancen, auch die Platzherren vergaben in aussichtsreicher Position. Die Emanuel Marbach-Truppe konnte in der Verlängerung noch dreieinhalb Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren und das Unheil nahm seinen Lauf. Es dauerte nur gerade 35 Sekunden, bis Eric Geiser die Thurgauer mit seinem Treffer jubeln liess.

Finalissima in Frauenfeld

Nun kommt es am kommenden Donnerstag, 22. Februar 2018, um 20.00 Uhr auf der Kunsteisbahn in Frauenfeld zum grossen Showdown. Das Momentum scheint nun wieder auf der Seite der Frauenfelder zu liegen. Der EC Wil muss im entscheidenden fünften Spiel versuchen, weniger Strafen zu kassieren. Das der EHC Frauenfeld im Powerplay eine Klasse für sich ist, musste man am gestrigen Abend auf schmerzliche Art und Weise erfahren.