FC WIL-CHEFTRAINER KONRAD FÜNFSTÜCK IM SAISONSTART-INTERVIEW


Unter dem Titel „Was meint unser Cheftrainer zu….?“ hat der FC Wil 1900 ein interessantes Interview mit Cheftrainer Konrad Fünfstück veröffentlicht.  Vor dem Saisonstart am 21. Juli 2018 gibt es einen Einblick in die Vorbereitungen und die Erwartungen des Trainers.

Im Titelbild Konrad Frühstück, Cheftrainer des FC Wil 1900 (Foto: Gianluca Lombardi) 


(FC Wil 1900) Seit gut einem Monat bereitet sich unsere erste Mannschaft auf die neue Saison vor- mit durchwegs guten Eindrücken in den Testspielen gegen teils starke Gegner. Cheftrainer Konrad Fünfstück schildert seine Eindrücke und Ansichten:

Harte Trainingseinheiten und Testspiele gegen starke Mannschaften – wie zufrieden bist Du mit der Vorbereitung?

K.F.: Die Saisonvorbereitung ist mit dem letzten Test gegen Galatasaray Istanbul zu Ende gegangen. Wir stehen nun in der ersten regulären Trainingswoche der Saison vor dem ersten Match gegen Winterthur. Die neuformierte Mannschaft hat sehr gut und intensiv in den vergangenen Wochen gearbeitet.


Es gab wie immer Abgänge und Zuzüge. Welchen Eindruck hast Du von Deiner aktuellen Mannschaft? Was hat sich mit den bisher getätigten Transfers verändert?

K.F.: Der Kader der Lizenzmannschaft hat sich seit meinem Beginn im vergangenen Sommer extrem verändert. Derzeit sind es 21 Spieler, die während des Jahres oder in der jetzigen Transferphase den Kader verlassen haben. Darunter sind auch Leistungsträger und letztjährige Stützen wie Basil Stillhart oder Granit Lekaj zu finden. In der Planung der neuen Saison haben wir uns am Transfermarkt mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bisher gut bewegt.

Unser Ziel ist es, dass wir für jeden Mannschaftsteil mit mindestens einem Spieler unseren Kader verstärken. Die Planung ist daher noch nicht abgeschlossen. Wir müssen den Markt genau beobachten, da wir uns keine Fehler leisten dürfen. Erfreulich ist, dass die angedachten Leistungsträger ihre Rolle bisher sehr gut erfüllen, und die jungen Talente innerhalb unseres Kaders davon extrem profitieren.


Wie schätzt Du die Situation in der Challenge League ein? Welche Rolle kann der FC Wil 1900 spielen?

K.F.: Ganz klar, diese Saison wird erneut eine extrem schwierige Saison für alle Vereine in der Challenge League werden. Die Klubs haben sich alle sehr gut verstärkt, und über die Hälfte der Teams hat Aufstiegs-Ambitionen. Zudem kommt mit dem SC Kriens kein gewöhnlicher Aufsteiger in die Liga: er wird eine gute Struktur und Mannschaft in die Liga bringen.


Du bist nun seit einem Jahr in der Schweiz und bei uns. Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Hat Dich etwas wirklich überrascht?

K.F.: Die Abläufe und Mechanismen sind im Profifussball überall gleich,daher überrascht mich nichts mehr. Entscheidend ist, dass man seinen Weg konsequent bestreitet und täglich aus den gegebenen Rahmenbedingungen versucht, das Optimale herauszuholen. Die Schweiz verfügt über eine ausgezeichnete Talentförderung, und die Qualität der Liga ist sehr gut. Es macht grossen Spass, in diesem Land zu arbeiten.


Wie beurteilst Du die zu Ende gegangene WM? Gibt es Entwicklungen, die auch für Deine Arbeit hier in Wil wichtig sein könnten?

K.F.: Der Trend der WM ist eindeutig und hat sich schon in den vergangenen Jahren gezeigt: Defensiv sind alle Mannschaften gut geschult und können athletisch auf Augenhöhe gegen einander agieren. Es entscheiden oftmals Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage und natürlich das Spielglück, ob ein Ball an den Pfosten oder knapp ins Tor springt. Die Qualität und Bedeutung der Standards hat extrem zugenommen und wird noch mehr Bedeutung in der täglichen Arbeit haben.