HOF ZU WIL – 3. SANIERUNGSETAPPE BRINGT RESIDENZ-CHARAKTER ZURÜCK


Die über Jahrzehnte dauernde und umfassende Sanierung des Hofs zu Wil steht mit der dritten Renovationsetappe vor dem Abschluss. Ziel dieser Etappe ist es, die Gesamterscheinung des Hofs zu verbessern, bisher „verborgene“ Bereich erlebbar zu machen und die Nutzungsmöglichkeiten zu vergrössern. Für diese Zwecke und auch aufgrund von Sicherheitsaspekten ist im Haus Toggenburg ein neues Treppenhaus geplant. Zudem soll mit einem Wiederaufbau der äusseren barocken Treppenanlage die einstige Haupterschliessung wieder erkennbar werden. Der Hof wird wieder zur Residenz im Fürstenland.


Jetzt liegt das Vorprojekt für die dritte Etappe vor und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Realisierung können in Angriff genommen werden.

Die baulichen Schwerpunkte

Der Schwerpunkt der Bauarbeiten in der dritten Bauetappe liegt im 2. und 3. Obergeschoss sowie im Dachstock des Hofs. Zudem steht das Haus «Roter Gatter» vor einer Gesamt-Renovation. Dazu sind vielschichtige und von Raum zu Raum differenzierte Strategien notwendig. Diese wurden vom Architekten Thomas K. Keller in St.Gallen ausgearbeitet.

Der zuständige Architekt Thomas K. Keller gab anlässlich einer Medienkonferenz zur dritten Sanierungsetappe Einblick in die Pläne des Vorprojekts.

Das Nutzungskonzept

Das Nutzungskonzept sieht im 2. Obergeschoss den Schwerpunkt Arbeiten vor. Im 3. Obergeschoss sollen Museumsräumlichkeiten eingerichtet werden. Auch das Dachgeschoss soll der Geschichtsvermittlung dienen. Im Haus «Roter Gatter» liegt der Schwerpunkt beim Thema Wohnen mit eventuell partiell touristischer Nutzung. Die Dienerschaftskapelle soll als spezieller, multifunktional sowie sakral nutzbarer Raum das Angebot im Hof ergänzen.


Machen Sie sich selber ein Bild vom aktuellen Stand des Hof zu Wil nach zwei Sanierungsetappen und feiern Sie das 20 Jahr-Jubiläum der Wiederaufnahme des Betriebs mit.

Die Stiftung Hof zu Wil lädt ein zum Tag der offenen Tür am 29. September 2018, von 10 bis 16 Uhr.


Bessere Zugänglichkeit aller Geschosse

Damit der Hof als Ort der Zusammenkunft von Menschen bei unterschiedlichen Anlässen gastronomisch und logistisch gut bedient werden kann, ist im Haus Toggenburg ein neues Treppenhaus geplant. Zudem soll die barocke Treppenanlage im Hof wieder klarer als Haupterschliessung erkennbar werden. Die baulichen Massnahmen der Renovation werden hohen denkmalpflegerischen und restauratorischen Ansprüchen genügen.

Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin und Präsidentin der Stiftung zum Hof, erläuterte den Zeitplan für den baulichen und politischen Entscheidungsprozess.

Kostenschätzung bei 24 Millionen Franken

Die dritte Bauetappe wird gemäss der ersten Kostenschätzung rund 24 Millionen Franken kosten. Die Stiftung Hof zu Wil beantragt, dass sich die Stadt Wil mit 9,3 Millionen Franken und der Kanton St.Gallen mit 5,4 Millionen Franken an den Kosten beteiligen. Die verbleibenden 9,3 Millionen Franken soll die Stiftung selbst tragen. Mit den Bauarbeiten wird nach jetzigem Planungsstand im Jahr 2021 begonnen.

Wiler Souverän entscheidet

Läuft zeitlich alles nach Plan findet in der Stadt Wil am 7. März 2021 eine Volksabstimmung über das Kreditbegehren statt (Anteil der Stadt).