JUNGFREISINNIGE WIL UND UMGEBUNG GEGEN INTERNET-ZENSUR UND PROTEKTIONISMUS


Die Jungfreisinnigen Wil und Umgebung führten am Samstag, 19. Mai 2018, eine Standaktion gegen das Geldspielgesetz in Wil durch. Ziel war es, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und auf die Nachteile einer Internetzensur hinzuweisen.


(JFWU) Nach der Verabschiedung des Geldspielgesetzes im Parlament waren die Jungfreisinnigen schweizweit auf den Strassen und sammelten für das Referendum. Nun, da es im Juni zur Abstimmung kommt, legen die Jungfreisinnigen nochmals einen Gang zu und suchen erneut mit der Bevölkerung das Gespräch. Ihnen ist wichtig auf die Gefahren einer solchen Netzsperre hinzu-weisen. Die Regionalpartei der Jungfreisinnigen führten deshalb am Samstag eine Standaktion an der Bahnhofstrasse in Wil durch.

Flyer und Diskussionen

Die Flyer mit dem prägnanten Rot und dem Zensurbalken vor dem Schweizerkreuz deuten schon von weitem auf eine Zensur hin. Die provokante Kampagne gegen das Geldspielgesetzt führte dementsprechend zu interessanten Gesprächen mit Wiler Passanten. Stichhaltige Argumente und fundiertes Hintergrundwissen brachten neuen Schwung in die Diskussion und veranlasste auch Befürworter zum Nachdenken. Genau dies war das Ziel der Jungpartei. Es sollte eine Sensibilisierung über das Thema und die Folgen einer Zensur stattfinden. Besonders erstaunt waren die Bewohner, wie schnell so eine Netzsperre umgangen werden kann und dass selbst ein Laie innerhalb weniger Minuten dazu im Stande war. Zudem kamen auch alternative Lösungen, wie das Modell in Dänemark zur Sprache. Im Nordischen Land werden ausländische Geldspielanbieter nicht zensuriert, sondern vom Staat reguliert und geprüft. Sie wiesen darauf hin, dass eine einfache Zensur nicht der einzige Weg sein muss, um die vorhandenen Probleme mit dem Geldspiel zu lösen.

Erfolgreich für liberale Werte

Das Fazit, welches die Jungfreisinnigen nach der Standaktion ziehen können, ist positiv. Zwar waren bereits gefestigte Stimmen für das Gesetz vorhanden, aber der grösste Teil der Bevölkerung zeigte Bereitschaft, sich zumindest die Gegenargumente anzuhören. Einige konnten davon überzeugt werden, im Juni gegen das Geldspielgesetz zu stimmen. Dies kann als Erfolg verzeichnet werden und lässt die Hoffnung wachsen, dass das Referendum angenommen wird und somit die erste Schweizer Internetzensur verhindert werden kann.