KAMMERCHOR WIL UND SINGBOX PROBEN FÜR „WILER SUNNTIG“-PREMIERE


Am 3. und 4. November 2018 führt der Kammerchor Wil Werke von Paul Huber und eine Auftragskomposition „Wiler Sunntig“ von Wolfgang Sieber auf. Am Samstag, 3. November 2018, in der Hofkirche Luzern und am Sonntag, 4. November 2018, in der Stadtkirche St. Nikolaus in Wil. – wil24.ch besuchte Kammerchor und Singbox Wil bei einer Probe.

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich beim Infocenter Wil, infocenter@stadtwil.ch.


Probe unter der Leitung von Dirigentin Felicitas Gadient

Clips und Bilder von der Probe in der Stadtkirche St. Nikolaus unter der Gesamtleitung von Felicitas Gadient, zusammen mit Singbox unter der Leitung von Markus Leimgruber und Organist/Komponist Wolfgang Sieber an der Orgel.

Markus Leimgruber verteilt seinen jungen Sängerinnen und Sängern die Noten.
Kammerchor-Wil Präsidentin Natalie Strässle heisst die Teilnehmenden willkommen.

Clip 1

Probe Kammerchor Wil mit Singbox Clip 1

Probe Kammerchor Wil, Kirche St. Nikolaus Wil 26.09.2018

Gepostet von wil24.ch am Mittwoch, 26. September 2018


Clip 2

Probe Kammerchor Wil mit Singbox Clip 2

Probe Kammerchor Wil mit Singbox

Gepostet von wil24.ch am Mittwoch, 26. September 2018


Clip 3

Wolfgang Sieber *registriert" Orgel vor Probe Kammerchor Wil

Komponist und Organist Wolfgang Sieber beim "Registrieren" (programmieren der Orgel) vor Probe Kammerchor Wil mit Singbox

Gepostet von wil24.ch am Mittwoch, 26. September 2018


Es gelangen zur Aufführung

Die vier durch den Kammerchor am 3. und 4. November 2018 zur Aufführung gelangenden Werke gehören zu den früheren Werken Hubers. Sie sind zwischen 1945 und 1952 entstanden. Das Adoramus und die Missa vocalis sind für den Karfreitag bestimmt, Ave maris stella und O salutaris hostia für Marienfeste.

Huber selbst bezeichnete seine Tonsprache als „gemässigt modern“. In allen vier Werken finden sich alte musikalische Stilmittel mit neueren bruchlos vereint. Unisono-Einleitungen lassen die Gregorianik anklingen, während der Wechselgesang von einer einzelnen Chorstimme mit drei Chorstimmen an die in der katholischen Liturgie üblichen Responsorien erinnert. Von moderner Tonsprache sind die erweiterten Dreiklänge, die auf harmonischer Ebene für sanfte Spannung sorgen, aber nie aufdringlich wirken.

Mit Wiler Singschule „Singbox“

Die zwei Werke, die von der Singbox unter der Leitung von Markus Leimgruber vorgetragen werden, sind rund 30 Jahre später entstanden. Das Salve Regina aus dem Jahre 1981 ist für vierstimmigen Knaben- oder Frauenchor und Orgel komponiert, das 1985 entstandene Justorum animae für zweistimmigen Frauenchor, ebenfalls mit Orgelbegleitung.

In allen sechs Werken deutlich spürbar ist das Bestreben, dem Text eine wichtige Rolle einzuräumen. Die Chorstimmen sind vor allem homophon gesetzt, d.h. alle zwei bis vier Stimmen singen in meist gleichem Rhythmus den gleichen Text, so dass jedes Wort deutlich vernehmbar ist. Die wenigen polyphonen Partien in den früheren Werken Hubers sind fugisch komponiert, derselbe Text wird in jeder Stimme wiederholt und wird dadurch ebenfalls gut verständlich.

Premiere von  „Wiler Sunntig“

Zusätzlich zu Paul Huber’s Werken kommt ein Auftragswerk von Wolfgang Sieber, Komponist und Organist der Hofkirche Luzern, zur Uraufführung. Auch er hat seine Kinder- und Jugendjahre im Toggenburg verbracht und
Paul Huber persönlich gekannt. So erleben wir am «Wiler Sunntig» bei der Vigil in aller Früh die Stimmung, «wenn min Schatz go fuetere goht», um dann beim Morgenlob (Laudes) der Anrufung des Stadtheiligen St. Nikolaus beizuwohnen, mit Anklängen aus dem «Wiler Lied» und Zitaten aus der «Missa vocalis» von Paul Huber sowie Stimmen aus dem Rigilied «Vo Lozärn gäge Wäggis zue». Schliesslich führt zu Beginn der Vesper ein Naturjodel zum «Salve Regina», bevor der Feierabend mit dem «tänzigen Schäfli-Schottisch» munter zu Ende geht.