MÄNNERJAHRGÄNGER 1951-1955: AUF ENTDECKUNGSREISE IM BERGELL


Vier einzigartige Tage verbrachten die Männerjahrgänger 1951-55 Wil und Umgebung unter dem Motto «Bergeller Erlebnistage» im Bündner Süden und einer eher unbekannten Schweizer Region. Sie lernten nicht nur die eindrückliche Natur, sondern auch Kultur, Land und Leute und ihre ganz eigene Sprache kennen.

Im Titelbild: Ob zu Fuss, mit dem Bike oder dem Töff unterwegs, alle trafen sich zum Gruppenbild bei der Albigna SAC Hütte.


(Hermann Rüegg)
Ausschlaggebend für das einmalige kameradschaftliche Erlebnis waren das herrliche Wetter, das die 21 Reisenden vier Tage begleitete und die tadellose Organisation von Vereinspräsident Reto Maffei, selber ein gebürtiger Bergeller und noch mit Herzblut und Engagement sehr eng mit seiner Heimat verbunden. Der Funke seiner Leidenschaft sprang über auf seine Begleiter. Das reich an schöner Natur und kulturellen Schätzen gesegnete Tal ist aber leider immer ärmer an Beachtung und weit ab von den politischen und ökonomischen Zentren und kämpft ums wirtschaftliche Überleben.

Die Kulisse des 2015 als schönster Ort der Schweiz ausgezeichnete Dorf Soglio, wo die Jahrgänger logierten.

Tausende Treppenstufen und gegen 70 Kilometer

Das ehrgeizige und vielfältige Programm hatte für alle Teilnehmer, ob Wanderer, Radfahrer, Töff-Fahrer oder Kulturkenner etwas bereit und hinterliess nicht einfach touristische Spuren nach den gängigen Klischees, sondern Erlebnisse, die tiefer gehen und lange bleiben. Seien es die gegen 70 Kilometer Wanderstrecke, welche die Fittesten unter die Bergschuhe nahmen und die einmalige Natur, welche alle förmlich in sich aufsogen. Es waren auch die Tausenden Granit-Treppenstufen von Casaccia bis Chiavenna, die über 1200 Stufen in der Albigna Staumauer und die Höhenluft bei der Albigna SAC Hütte oder die Ruhe in den Kastanienwäldern über Castasegna. Weiter die kulturellen Eindrücke im Giacometti-Atelier und -Museum in Stampa und der Villa Garbald in Castasegna, die Talgeschichten bei den Besichtigungen von Vicosoprano mit seinen gar schauerlichen Erzählungen und des Bijous Soglio, wo die Jahrgänger wohnten und sich verwöhnen liessen. Bleibend auch die Eindrücke der schrecklichen Naturgewalten in Bondo, wo bekanntlich vor einem Jahr der Bergsturz vom Piz Cengalo das Leben im Tal nachhaltig beeinflusste.

Auch der Mond gesellte sich zwischen Piz Cengalo und Piz Badile zu den Wiler Gästen.

Ein Stück Bergell im Herzen

Es gab viele Eindrücke und Erlebnisse, welche tiefe kameradschaftliche sowie natur- und kulturverbundene Spuren hinterlassen haben. Alle Jahrgänger waren sich einig, nicht zum letzten Mal im Bergell gewesen zu sein, denn sie haben ein Stück Herzblut in der Region zwischen Maloja und Chiavenna zurückgelassen. Dafür verantwortlich, dass alle berührende Hühnerhautmomente erleben durften, waren Präsident Reto Maffei und Wanderleiter Willy Bräker. Herzlichen Dank, es war einmalig!

Die umsichtigen Leiter Reto Maffei …
… und Willy Bräker