MJGV 1951-1955 WIL WAR BEIM MOSTEN UND PROSTEN MITTENDRIN


In der Mosterei Möhl in Arbon herrscht zurzeit Hochbetrieb Die Traktoren fahren fast im Minutentakt zur Obstannahme des Familienunternehmens. 50 Interessierte, darunter auch Mosttrinker, also das Zielpublikum, der Männerjahrgänger 1951-55 Wil und Umgebung liessen sich mitten in der Mostsaison von den betrieblichen Abläufen und der Erfolgsgeschichte der Mosterei Möhl begeistern.


(Hermann Rüegg)
Auf dem interessanten und beindruckenden Weg durch den hochtechnisierten und zum Teil computerisierten Betrieb erlebte man den Weg des feinen Apfels vom Baum bis zum Saft in der Flasche in verschiedenen Geschmacksarten mit oder ohne Alkohol und „Blöterli“. Der Apfelsaft fliesst im Moment tatsächlich in Strömen, denn der herrliche Sommer bescherte eine rekordmässige Apfelernte. Möhl ist eine von nur noch zwei grossen Mostereien in der Schweiz und beschäftigt über 70 Mitarbeitende. Tausende Tonnen von Äpfeln und Birnen werden verarbeitet und die Abfüllmaschinen bewältigen über 10’000 Flaschenfüllungen – und das in der Stunde.

Die Wiler Jahrgänger 51-55 liessen sich vom Most und dessen Herstellung faszinieren.

Der mostindischen Region verbunden

Für Möhl ist es selbstverständlich alle Äpfel, trotz des Überangebotes, anzunehmen und zu verarbeiten. «Es werden auch wieder schlechtere Zeiten kommen und da können wir von den Konzentrat-Vorräten zehren», so die rhetorisch gewandten, unterhaltenden und packenden Mostkenner zu den Jahrgängern.
Natürlich durfte anschliessend auch eine ausgiebige Degustation nicht fehlen. Wer nicht schon Mostliebhaber war, wurde binnen kurzer Zeit bekehrt, erlebte man doch frisch ab Presse, resp. Flasche, die vielen feinen Nuancen und Unterschiede des edlen Apfelsaftes. Und darauf ein Prost. Auch auf einen echten Familienbetrieb, der seine über 70 Fachkräfte wertschätzt, in die Zukunft investiert und wenn immer möglich, vom Apfel bis zum Eichenfass, auf heimische und nachhaltige Werte achtet.

Beindruckendes Erlebnis in den Chromstahlfass-Katakomben von Möhl.