REGIERUNGSRAT MARC MÄCHLER WARB IN WIL FÜR „JA ZUM THEATER“


Am 4. März 2018 stimmt der Souverän des Kantons St. Gallen über den Kredit von 48.6 Mio. Franken für die Renovation und Erweiterung des Theaters St. Gallen ab.  Am Donnerstagabend, 18. Januar 2018, fand in Wil zu dieser Vorlage eine erste Informationsveranstaltung statt. Nicht nur der Referent, auch die anwesenden Kantons- und Lokalpolitikern äusserten sich deutlich zu Gunsten dieses Vorhabens.


Unter dem Titel „Ja zum Theater – Ja zum Standort St. Gallen“ referierte Regierungsrat Marc Mächler (FDP) persönlich. Als Vorsteher des Baudepartements des Kantons St. Gallen ist er „Bauchef“ und für dieses Projekts zuständig.  In Wil kam ihm viel Wohlwollen entgegen; für Mächler war es ein Heimspiel, wohnt er doch mit seiner Familie in Zuzwil.

Auf Einladung der regionalen Parteipräsidenten Susanna Hofmann (FDP Wil-Untertoggenburg), Bruno Cozzio (CVP Wil-Untertoggenburg) und Kenny Gubser (BDP Wil-Untertoggenburg) trafen sich Interessierte im Saal der Evangelischen Kirchgemeinde in Wil zur Informationsveranstaltung.

Referent und einladende Parteichefs v.l.: Marc Flückiger (FDP), Referent RR Marc Mächler, Bruno Cozzio (CVP) und Kenny Gubser (BDP).

Nach der Begrüssung und Einleitung durch Marc Flückiger, Vizepräsident der FDP Wil-Untertoggenburg, gab RR Marc Mächler einen detaillierten Einblick in die Abstimmungsvorlage und reihte eine Reihe von Gründen auf, die für diese Lösung sprechen:

  • Dringend notwendige Sanierung des Theatergebäudes, die keine Verzögerung zulasse.
  • Einmalige, kostengünstige Investition in eine langfristig funktionierende Infrastruktur, zu der weder schrittweise „Notfallreparaturen“ noch ein Neubau eine echte Alternative seien.
  • Sicherung und Stärkung des Theaters St.Gallen als anerkannter Standort- und Kulturfaktor mit breiter Ausstrahlung, welche zur Stärkung der Attraktivität des Kantons beitrage.
Völlig unbestritten ist der bauliche Bedarf für eine Renovation.

In der anschliessenden Diskussion wurden die auf den ersten Blick hohen Kosten thematisiert sowie der Umstand, dass man sich beim Kanton St. Gallen anlässlich der Übernahme des Theaters von der Stadt St. Gallen im Jahr 2009/2010 wohl Illusionen bezüglich des sich angestauten Renovationsbedarfs gemacht hatte. Bei allen Votanten kam jedoch klar zum Ausdruck, dass dieses Vorhaben die beste Lösung sei. Eine Sanierung in kleinen Schritten käme letztendlich teurer und ein Neubau mit geschätzten 150 Mio. Franken Baukosten ebenfalls, wobei sich hier zudem noch die Frage nach dem Standort stellen würde. Diskutiert wurden auch noch der Abstimmungstermin (zeitgleich mit der No-Billag Abstimmung) und die „Nicht-Renovations-Strategie“ der letzten Jahrzehnte, die im Kanton St. Gallen zu einem aufgestauten Bedarf beim Werterhalt von Gebäuden von insgesamt 640 Mio. Franken geführt hat.

Regierungsrat Marc Mächler präsentierte Ausgangslage, baulichen und betrieblichen Bedarf sowie die budgetierten Kosten. Anschliessend stellte er sich der lebhaften Diskussion.

Worum geht es?

Im März 2018 wird es 50 Jahre her sein seit der Einweihung des Theatergebäudes St.Gallen, im Volksmund auch bekannt als „Stadttheater“. Das Gebäude, das jedoch seot 2010 dem Kanton St.Gallen gehört, ist mittlerweile in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Es wurde bislang noch nie einer generellen Renovation unterzogen. Regierung und Kantonsrat haben deshalb einen Kredit von CHF 48.6 Mio. für die Erneuerung gesprochen. Das Theatergebäude soll ab Sommer 2020 mit einer umfassenden Instandsetzung und einer Erweiterung langfristig für einen zeitgemässen Betrieb fit gemacht werden. Während der zweijährigen Bauzeit würde der Theaterbetrieb mit seinen rund 260 festangestellten Mitarbeitenden in einem Provisorium weitergeführt.

Der Kantonsrat hat den Baukredit mit deutlichen Mehr von 83 Ja zu 19 Nein genehmigt. Am 4. März 2018 entscheiden die Stimmberechtigten des Kantons St. Gallen über den Kredit.