SCHULHAUS-PAVILLON LANGACKER SOLL SCHULBETRIEB SICHERSTELLEN


Der starke Anstieg der Schülerzahlen im Gebiet Lindenhof erfordert rasch zusätzlichen Schulraum. Der Stadtrat möchte mit einem Pavillon, welcher aus modularen Einheiten besteht, die Platzprobleme schnell und flexibel lösen. Über das Projekt Schulhaus-Pavillon Langacker entscheidet nun das Stadtparlament.

Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Kredit von 5,583 Millionen Franken. Bei einer Zustimmung durch das Stadtparlament sollen die Projektarbeiten zügig angegangen werden. Im Idealfall kann der Schulhaus-Pavillon Langacker Ende März 2020 den Nutzenden übergeben werden.


Die Prognosen für die Klassenbestände gehen davon aus, dass für die Schuleinheit Lindenhof bis zum Schuljahr 2021/22 ein Zusatzbedarf für rund acht Klassen besteht. Bereits auf dieses Schuljahr mussten im Zeughaus zwei Klassenräume eingerichtet werden, für zwei weitere Klassen muss im nächsten Jahr ergänzend Schulraum geschaffen werden.

Zeughaus ist keine Lösung

Das bestehende räumliche Potential im Zeughausareal ist ausgeschöpft. Deshalb muss im nächsten Schuljahr bereits extern ausgewichen werden. Zudem vermögen die Räumlichkeiten im Zeughaus den Anforderungen an den Unterricht nur sehr bedingt zu genügen. Sie sind nur für eine kurze Überbrückungszeit vertretbar. Diese müssen dringend abgelöst werden.

Der Schlussbericht des Projekts Schule 2020, welches die Strategie für die Wiler Schulen festlegt, liegt demnächst vor. Die darin enthaltene Schulraumplanung nimmt den längerfristigen Planungshorizont auf. Die Entwicklung der Schülerzahlen im Gebiet Lindenhof erfordert aber rasches Handeln. Deshalb begrüsst der Stadtrat ein Vorgehen mit modularen Raumeinheiten, die kurzfristig erstellt, flexibel ergänzt, auch wieder rückgebaut und an einem anderen Ort aufgebaut werden können.

Umfassende Abklärungen

Das Departement Bau, Umwelt und Verkehr hat eine umfassende Standortevaluation durchgeführt und eine Totalunternehmerausschreibung durchgeführt. Die Vorgaben für die Anbieter umfassten auch verbindliche Preisangaben für zusätzliche Raummodule sowie den Rückbau oder die Versetzung einzelner Raumeinheiten. Damit ist eine grosse Flexibilität gewährleistet, um im Hinblick auf weitere absehbare Schulraumbedürfnisse temporäre bauliche Lösungen umsetzen zu können.