SIGI AMREIN UND PETER ROSENEY – WILER „OLD STARS“ IM KINO


Mit „Aktiv ins Alter“ kommt im Herbst ein echtes Meisterwerk der Schweizer Filmszene in die Kinos. Der Ostschweizer Film portraitiert ältere Menschen, die entschieden haben entgegen den Erwartungen der Gesellschaft zu leben. Dabei entsteht eine Geschichte von Triumphen, Herausforderungen, Niederlagen und Katastrophen. Seit dem 7. September 2017 ist „Aktiv ins Alter“ in den Schweizer Kinos zu sehen. 


Nach dem Motto «Wer rastet, der rostet» erzählen die Protagonisten im Film „Aktiv ins Alter“ eindrucksvolle Geschichten, wie man im Alter allein durch Lebensfreude und Ehrgeiz Berge versetzen kann. Es entsteht eine packende Story von glühenden alten Eisen mit grauen Haaren, bei denen das normale Altwerden nur Nebensache ist. Aktivität ist Leben, Leben ist Leidenschaft und Leidenschaft ist das zu tun, was einen glücklich macht. Warum also im Alter damit aufhören?


Die Stars im Kinofilm

Peter Roseney (70)
Wasserspringer und Gleitschirmpilot
Wil SG

Fredi Lehmann (59)
Show-Akrobat
Niederwil SG

Verena Harzenmoser (86)
OL-Läuferin
St. Gallen

Charles Eugster (97) 
Sprinter
Uitikon

Sigi Amrein (80)
Triathlet
Wil SG


Die Hürden des Jüngsten

Es gibt unzählige junge Sportler, die durch ihre Aktivität Rekorde oder Knochen brechen und für einen kurzen Moment Helden in Stadien oder Internet sind. Doch Manuel Schweizer hat eine andere Inspirationsquelle für seinen Film gefunden. „Ich schwamm mit einem 80-jährigen Mann über einen See und hatte Mühe mitzuhalten, ich rannte mit einer 86-jährigen Frau durch den Wald und das lauteste Schnauben auf der Kamera war meines“, so der 29-jährige Regisseur. So ganz einfach waren die Drehtage für den jungen Sportler nicht: „Ich weiss was es heisst, sich auf einen Wettkampf vorzubereiten. Ich hielt mich daher bewusst im Hintergrund, versuchte die Protagonisten nicht in ihrer Routine einzuschränken oder zu stören. Ich wollte ungestellte Szenen aus ihrem normalen Leben einfangen.“ Das Ergebnis ist ein beeindruckender Film von willensstarken Menschen in ihrem Element.

Es ist nie zu spät

So lernen wir zum Beispiel Peter Roseney kennen. Der Schweizermeister im Turmspringen lernte mit 66 Jahren das Gleitschirmfliegen – und hat heute schon über 200 Flüge absolviert. Aber auch von Türmen und Klippen springt der 70-jährige bis heute. Sollte es für eine Show am Züri Fäscht sein, kann das durchaus einmal brennend vom 10m Turm geschehen.

Mehr Ausdauer legt die 86-jährige Orientierungs­läuferin Verena Harzenmoser an den Tag. An 25 bis 30 Läufen nimmt sie jedes Jahr teil. „Manchmal denke ich schon, jetzt wäre es an der Zeit aufzuhören. Dann packt es mich aber doch wieder“, erzählt sie etwas verlegen. Warum sollte sie auch? Ein Mann grinst in die Kamera. „Man kann in jedem Alter seinen Körper umbauen, man kann in jedem Alter etwas Neues lernen“, erklärt Charles Eugster, 97 Jahre alt. Wer soll das besser wissen als jemand, der erst vor zwei Jahren mit dem Sprinten angefangen hat? So vielseitig die Geschichten der Protagonisten auch sind, eines ist klar: Der Spass an der Bewegung überwiegt die Vernunft.