„TSCHIIBII“ LÄSST WILER OLDIES TANZEN UND SCHWELGEN


Wenn 45 gestandene „Alt 68er“ sich musikalisch in die 30er- bis 70er-Jahre zurückversetzten, sich an den ersten Schatz und an die damals noch eigenen langen Haare erinnerten, dann waren es die Wiler Männer-Jahrgänger 51-55 aus Wil, welche in „Tschiibbis Rock- und Popmuseum“ in Niederbüren in Erinnerungen schwelgten.



(Hermann Rüegg)
Zwei Stunden lang fühlten sie sich bis 50 Jahre jünger. Nur schon die gedanklichen Twist- und wilden Poptanzkapriolen sorgten für Erinnerungsschweiss auf den Stirnen und fiktiven Muskelkater in den Oberschenkeln. Roland „Tschiibii“ Grossenbacher , der natürlich mit Altersgenossen genau sein Zielpublikum durch sein europaweit einzigartiges Rock- und Popmuseum führte, konnte da aus dem Vollen schöpfen und die Oldies mitreissen. Er und seine Gäste ging ab wie ein damaliges Zäpfchen, dass den Himmel in rosa und smaragdgrün tauchte. Ergraute Häupter, welche meist nur noch auf alten Photos beweisen konnten, dass sie einst schulterlange Haare trugen und selbst nach den Hits der Stones, Beatles, Kinks, Doors und vielen mehr ihre Mähnen schwindlig schüttelten. Jene Oldies, die nach den stampfenden Rhythmen der ersten Hardrocker abfuhren wie eingesperrte Wildpferde der 68er, genossen die zweistündige rhythmische und musikgeschichtliche Reinkarnation in der inzwischen anvertrauten Pensionistengelassenheit aber spürbar inneren Unruhe. Damals für die Eltern der heutigen Oldies ein musikalischer Saukrach des Teufels und heute ein musikalisches Kulturgut. Dies alles zelebriert, verbunden mit der dazu passenden Weltgeschichte, vom europaweite wohl besten und unterhaltendsten Rock- und Popmusikkenner und -Sammler „Tschiibii“.

Männer-Jahrgängerverein 51-55 Gruppe 1.
Männer-Jahrgängerverein 51-55 Gruppe 2.
Staunen und erinnern beim musikalischen Blick zurück in die Jugendzeiten.
Verhungert und verdurstet ist bei „Tschiibii“ Grossenbacher auch noch keiner.