Die Wiler Ladies führten im Centre Sportif de Malley gegen HC Féminin Lausanne mit 7:2 als sich eine Waadtländerin in der 47. Minute verletzte und das Spiel nach einem 53-minütigem Unterbruch vom Schiedsrichter abgebrochen wurde. (Hier sei die Frage erlaubt, weshalb die Platzorganisation solange brauchte, um die verletzte Spielerin in ärztliche Obhut zu bringen. Die Red.) Marcel Herzog, der Coach der Wiler Ladies, erkundigte sich nach dem Abbruch beim Schiedsrichter, wie die Partie nun bewertet wird. Der Spielleiter sagte ihm, dass die Partie gemäss Reglement zugunsten der Wiler gewertet werden wird.
WERDEN DIE WILER LADIES UM PUNKTE BETROGEN?
Verband mit anderer Ansicht
Doch der Verband sieht die ganze Angelegenheit etwas anders und will das Spiel neu ansetzen, und zwar von Anfang an bei o:o. Nun wehren sich die Wilerinnen samt ihrem Trainer und akzeptieren die Entscheidung der Verbandsobristen nicht. Eine Begründung zum gefällten Entscheid bekamen die Wiler bis heute nicht geliefert. Im Reglement nach Artikel 52 Spielabbruch steht: "Diejenige Mannschaft, die für den Spielabbruch verantwortlich ist, verliert das Spiel mit dem Ergebnis von 0:5. Hat die Mannschaft, die den Spielabbruch nicht verursacht hat, ein besseres Ergebnis erzielt, so gilt dieses."
Wer kommt für die Mehrkosten auf? Gilt das Reglment nicht für alle?
In der Tabelle ist die Partie der Wilerinnen nicht gewertet und soll nun nach Ansicht des Verbandes innerhalb von zehn Tagen neu angesetzt werden. Doch wer soll nun für die Mehrkosten aufkommen? Eine nochmalige Fahrt nach Lausanne kostet die Frauenabteilung aus Wil rund 2'000 Franken. So leicht wollen sich die Ladies nicht abspeisen lassen und pochen auf ihr Recht, wie es auch im Reglement zu lesen ist. - wil24.ch bleibt dran.