WILER GLAUBEN WEITER AN DIE SENSATION


Dass Himmel und Hölle nahe beieinander liegen, mussten die Wiler in den vier bisherigen Playoff-Viertelfinal-Spielen gegen das drittplatzierte Frauenfeld am eigenen Leib erfahren. Nun steht die alles entscheidende fünfte Begegnung in der Thurgauer Metropole auf dem Programm und dabei glaubt die junge Wiler Equipe weiterhin an ein Weiterkommen.

Zum Auftakt in die Playoff-Viertelfinal-Serie gegen den EHC Frauenfeld überraschte der EC Wil und feierte überraschenderweise zwei Siege. Zwei Partien später ist die Serie nun aber wieder ausgeglichen und so steigt heute Donnerstagabend die entscheidende fünfte Begegnung auf der Kunsteisbahn in Frauenfeld. Das Momentum scheint nach zwei Siegen aufseiten der Frauenfelder zu sein, aber die Emanuel Marbach-Equipe steht dabei auch ziemlich unter Druck. Alles andere als ein Weiterkommen wäre nach dem letztjährigen Amateur-Vizemeister-Titel eine grosse Enttäuschung.

Wiler müssen Strafen vermeiden

Bei den zuletzt zwei Niederlagen waren das Powerplay der Thurgauer das entscheidende Spielelement. Fünf der sieben Gegentreffer kassierten die Wiler bei einem Mann weniger auf dem Eis. Die Äbtestädter müssen daher auf der Hut sein, um den Gang in die Kühlboxe möglichst vermeiden zu können. Bei gleich vielen Spielern auf dem Eis erhöhen sich die Chancen der Ritsch-Truppe auf einen Sieg. Dass die jungen wilden bei fünf gegen fünf durchaus mithalten können, zeigten sie im vergangenen Spiel eindrücklich.

Gelingt der grosse Coup?

Der EC Wil wurde vor dem Saisonstart als eines der beiden Teams unter dem Strich gehandelt, doch die Handschrift von Trainer Andy Ritsch machte sich schnell bemerkbar und so entwickelte sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel. Je länger die Qualifikation dauerte, um so mehr kam die junge Equipe in Fahrt und die Zeichen standen immer mehr auf Playoff-Qualifikation. Dass die Wiler dem grossen Favoriten aus Frauenfeld immer noch die Stirn bieten kann, ist, als weiterer grosser Erfolg zu wehrten. Gelingt der grosse Coup, wartet mit dem EHC Wetzikon der ehemalige Club von Trainer Ritsch.