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Leserbrief
Stadt Wil SG
28.01.2022
01.02.2022 08:37 Uhr

"Argumente Gegenkomitee: alles nur Schall und Rauch!"

Bild: wil24.ch
Andreas Hüssy nimmt in einem Leserbrief Stellung zur Initiative "30-Minuten-Gratisparkieren."

Die GRÜNEN prowil reichten eine Anfrage ein mit der Befürchtung, der Stadt könnten durch die Annahme der Initiative 30-Minuten-Gratisparkieren Bundesgelder in Millionenhöhe verloren gehen. Wie sich nun herausstellt, ist dem nicht so.

Der Weg über die Anfrage war selbstverständlich Kalkül. Man will Verunsicherung schaffen, dafür sind alle Mittel recht. Zum Glück kam die klärende Antwort des Stadtrats noch vor der Abstimmung. So konnte dieses Theater aufgedeckt werden. In seiner Antwort nimmt der Stadtrat Bezug auf das Problem des Verkehrs in der Innenstadt. Würden endlich die Strassenprojekte im Westen und Osten der Stadt vorangetrieben, könnte der komplette Durchgangsverkehr aus der Innenstadt verbannt werden. Das hört sich für mich nach der schon lange geplanten Zentrumsentlastung an, aber genau gegen diese Strassenprojekte formiert sich ja auch Widerstand aus der grünen Ecke.

Gemäss unseren Gegnern würden wir als Initiativkomitee nur mit wenig Fair Play argumentieren. Aber wer verwendet denn in jeder möglichen Mitteilung einen von vor 5 Jahren geschätzten Betrag, den die Initiative angeblich kosten wird und der inzwischen in Interviews in Frage gestellt wurde? Wer stellt eine Anfrage und argumentiert mit angeblichen Kosten in Millionenhöhe? Es kann mir keiner sagen, dass das Gegenkomitee in der parlamentarischen Diskussion keine Ahnung vom Agglo-Programm hatte. Auf jeden Fall wurde diese Frage vorher nicht gestellt. Deshalb ist die Auslegung von Fair Play durch die Initiativgegner interessant.

Es geht nicht um 80 Rappen, sondern darum, dass gleich lange – bzw. ähnlich lange – Spiesse geschaffen werden im Hinblick auf die umliegenden Gemeinden, wo das Parkieren bekanntlich gratis ist.

Liebe Wilerinnen, liebe Wiler gehen Sie am 13. Februar an die Urne. Stimmen auch Sie der Initiative zu und lehnen Sie den Gegenvorschlag ab. Für eine attraktivere Stadt, für ein florierendes Gewerbe und eine abwechslungsreiche Gastronomie!

Andreas Hüssy, Rossrüti