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Kultur
11.05.2022
13.05.2022 08:43 Uhr

18'000 Blutspender stabilisieren Versorgung in Südkorea

Grossangelegte Blutspendeaktion im April 2022. Bild: HWPL
Eine Gruppe von 18'000 Blutspendern hat mit ihrer Rekordbeteiligung wesentich zur Stabilität der Blutversorgung in Südkorea beigetragen.

Blutmangel aufgrund von COVID-19 ist auf der ganzen Welt verbreitet. Im Januar erklärte das Amerikanische Rote Kreuz eine "nationale Blutkrise", die eine große Gefahr für die Patientenversorgung darstellt. Im März rief die in den USA ansässige gemeinnützige Organisation Memorial Blood Centers (MBC) den "Blutnotstand" aus, weil der Vorrat an Blut der Blutgruppe O nur noch 1-2 Tage reicht, und appellierte an die Öffentlichkeit, sich an einer einzigen Blutspende zu beteiligen, die bis zu drei Leben retten kann.

Nach Angaben des Roten Kreuzes wird Blut für eine Vielzahl von Zwecken verwendet, u. a. für schwere Verletzungen durch Unfälle, chirurgische Eingriffe, Anämie, Geburten und Krebsbehandlung. Da Blut jedoch nicht künstlich hergestellt werden kann, sehen Experten die einzige Lösung für die Blutversorgung in der Blutspende.

In Südkorea nahmen in Zusammenarbeit mit Heavenly Culture, World Peace and Restoration of Light (HWPL) ab dem 18. April 18'000 Mitglieder der Shincheonji Kirche Jesu und HWPL zwei Wochen lang an Blutspenden teil. Diese Zahl wurde als die grösste Gruppenblutspende des Landes registriert.

Namsun Cho, Leiter des Blutspendedienstes des Koreanischen Roten Kreuzes, sagte: "Als die Auswirkungen des Omicron ihren Höhepunkt erreichten, startete die Shincheonji Kirche Jesu eine gross angelegte Blutspendeaktion. Das war wie Regen in einer Dürreperiode. Wir sind überrascht, dass die Zahl der Spender innerhalb von drei Tagen 6.000 überstieg und sich noch mehr Menschen beteiligten. Wir schätzen ihren lebensrettenden Einsatz.

"Sie haben eine wirklich grossartige Arbeit in der Bewegung zum Teilen von Leben geleistet. Diese Größenordnung entspricht der eines Armeekorps, das ein Jahr lang Blut spendet. Die Zahl der Blutspender ist fast viermal so hoch wie an einem normalen Tag, was eine grosse Hilfe bei der Überwindung der derzeitigen Blutversorgungskrise ist", sagte ein Beamter der Blutdienste.

"Wir danken auch den Mitgliedern der Shincheonji Kirche Jesu, die sich an der landesweiten Plasmaspende für die Entwicklung einer Behandlung für COVID-19 im Jahr 2020 beteiligt haben", fügte er hinzu.

In Südkorea werden Blutspendebescheinigungen für Blutspender ausgestellt. Diese Bescheinigung kann bei der Bezahlung einer Bluttransfusion verwendet werden, so dass die Transfusionsgebühr für die Patienten abgezogen wird. Alle Spender der Shincheonji Kirche Jesu und der HWPL spendeten ebenfalls ihre Bescheinigungen, um die finanzielle Belastung der Patienten, die Blut für ihre Behandlung benötigen, zu verringern.

Die Shincheonji Kirche Jesu mit Sitz in Gwacheon, Südkorea, unterstützt die Gemeinden durch freiwillige Aktivitäten wie Plasma- und Blutspenden, obwohl die Kirche in der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie stark gelitten hat.

HWPL mit Sitz in Seoul, Südkorea, ist eine Nichtregierungsorganisation, die dem UN-Wirtschafts- und Sozialrat und der Abteilung für globale Kommunikation untersteht. Sie führt langfristige Friedensprojekte in den Bereichen Bildung, Nothilfe und Jugendförderung durch, die auf Solidarität mit der Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen in 193 Ländern basieren.

Wertvoller Beitrag gegen den Mangel an Blutplasma. Bild: HWPL
pd. / wil24.ch