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Für einmal eine klare Favoritin

Iga Swiatek bestimmt derzeit das Geschehen im Frauentennis Bild: KEYSTONE/EPA/ETTORE FERRARI
French Open – Im Frauenfeld des French Open gibt es mit Iga Swiatek zum ersten Mal nach langem wieder eine klare Favoritin. Drei Schweizerinnen stehen sicher im Hauptfeld.

Seit Ashleigh Barty ihre Karriere im März Knall auf Fall beendet und Swiatek die Führung in der Weltrangliste geerbt hat, dominiert die 20-jährige Polin das Geschehen fast nach Belieben. Im Zuge ihrer Siegesserie wuchs das Polster an der Spitze des WTA-Rankings auf ihre erste Verfolgerin, die tschechische French-Open-Titelverteidigerin Barbora Krejcikova, auf bereits mehr als 2000 Punkte an.

28-mal in Folge ging Swiatek seit Mitte Februar als Gewinnerin vom Platz, darin enthalten sind die Turniersiege auf dem Sand von Rom und Stuttgart sowie die Triumphe in Miami, Indian Wells und Doha. Dass sich die Australian-Open-Halbfinalistin auch auf den Anlagen von Roland Garros wohlfühlt, bewies sie insbesondere vor zwei Jahren bei ihrem ersten und noch einzigen Grand-Slam-Triumph, als sie in keiner der sieben Partien mehr als fünf Games abgab.

Bencic und Teichmann mit Ambitionen

Zu den gefährlichen Aussenseiterinnen gehören in Paris mit Belinda Bencic (WTA 14) und Jil Teichmann (WTA 24) zwei Schweizerinnen. Dazu steht auch Viktorija Golubic (WTA 60) direkt im Haupttableau, die zuletzt in Strassburg Selbstvertrauen tankte.

Bencic überzeugte 2022 primär in den USA. Am WTA-1000-Turnier in Miami erreichte sie die Halbfinals, und auf dem grauen Sand von Charleston errang die 25-Jährige ihren ersten Turniersieg auf dieser Unterlage sowie den sechsten insgesamt. Aus Madrid und Rom verabschiedete sie sich zuletzt frühzeitig.

Teichmann, die am French Open noch ohne einen Sieg ist, punktete insbesondere in den letzten beiden Sandturnieren und gehört seit dieser Woche zum ersten Mal zu den Top 25 der Welt. In Madrid erreichte die 24-Jährige die Halbfinals, in Rom musste sie im Viertelfinal gegen Daria Kasatkina im zweiten Satz aufgrund einer Adduktorenverletzung aufgeben.

Ob die in Spanien aufgewachsene Seeländerin im Vollbesitz ihrer Kräfte antritt, ist eine der Fragen aus Schweizer Sicht. Eine andere betrifft die möglichen Nachrücker via Qualifikation: Joanne Züger und Alexander Ritschard bei den Männern treten am Freitag zur dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde an. Beide kämen zu ihrem Debüt im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

Bencic gegen eine Qualifikantin

Bencic misst sich zum Auftakt mit der Ungarin Reka-Luca Jani (WTA 128), die als Verliererin der letzten Qualifikationsrunde ins Haupttableau nachrückte. Allfällige Hürde in der 2. Runde könnte die Kanadierin Bianca Andreescu sein, 2019 Siegerin am US Open.

Jil Teichmann (WTA 24) figuriert wie Bencic in der unteren Tableauhälfte mit der tschechischen Titelverteidigerin Barbora Krejcikova, der Setznummer 2. Die erste Gegnerin der Seeländerin ist die Amerikanerin Bernarda Pera (WTA 122).

Auch Viktorija Golubic (WTA 60) bekommt es mit einer Amerikanerin zu tun. Die dritte direkt für das Haupttableau qualifizierte Schweizerin trifft auf die mit einer Wildcard ausgestattete 20-jährige Katie Volynets (WTA 492).

  • Belinda Bencic kann sich nach ihrem Turniersieg in Charleston durchaus etwas ausrechnen in Paris Bild: KEYSTONE/AP/Manu Fernandez
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  • Jil Teichmanns Chancen auf den ersten Sieg in Roland Garros stehen gut Bild: KEYSTONE/EPA/ETTORE FERRARI
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Keystone-SDA