Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Kultur
01.06.2022

Institutionalisierung des Friedens

Bild: HWPL
Um den aktuellen Bedrohungen von Leben und Stabilität durch Kriege und Konflikte zu begegnen, fand am 25. Mai 2022 die 9. jährliche Gedenkveranstaltung der HWPL zur Erklärung des Weltfriedens online statt. Mit 3.000 Teilnehmern aus Politik, Religion, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft stand die Veranstaltung unter dem Motto "Institutionalisierung des Friedens: Verwirklichung des kollektiven Friedenswillens", welche die Fortschritte der internationalen Zusammenarbeit zur Verwirklichung eines nachhaltigen, durch Rechtsinstrumente gesicherten Friedens vorstellt.

Die gastgebende Organisation Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light (HWPL) hat bereits 2013 die Erklärung zum Weltfrieden verkündet. In der Erklärung geht es um die Unterstützung nationaler Führungspersönlichkeiten, das Engagement von Frauen und Jugendlichen, die Zusammenarbeit zwischen den Zivilgesellschaften und die Ausweitung der Medienberichterstattung über Frieden. Später wurde sie zur Erklärung zum Frieden und zur Beendigung des Krieges (Declaration of Peace and Cessation of War, DPCW) weiterentwickelt, um internationale Rechtsinstrumente für den weltweiten Frieden zu schaffen.

Young Min Chung, der Generaldirektor der International Peace Youth Group (IPYG), einer Mitgliedsgruppe der HWPL, sagte in seinem Fortschrittsbericht: "730.000 Bürger aus 176 Ländern haben in den letzten neun Jahren zur Unterstützung der DPCW unterschrieben, die es ihnen ermöglicht, ihre Meinung auf die direkteste Weise auszudrücken. Kürzlich hat die IPYG den Youth Empowerment Peace Workshop (YEPW) ins Leben gerufen, bei dem sie Themen wie Bildung, Menschenrechte und Konflikte diskutieren und gemeinsame Aktionen sowie politische Vorschläge initiieren.

Zu den 10 Artikeln und 38 Klauseln der DPCW gehören die Verhütung und Beilegung von Konflikten, die schrittweise Verringerung des Kriegspotenzials und die Umwandlung von Waffen in Werkzeuge des täglichen Lebens, die Achtung und Beilegung von Konflikten auf der Grundlage von Religion und ethnischer Identität sowie die Verbreitung einer Friedenskultur. Die Erklärung zielt darauf ab, Staaten, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und einzelne Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, sich für eine friedliche Welt einzusetzen.

Was die Zusammenarbeit bei der Friedenskonsolidierung betrifft, so appellierte der Vorsitzende der HWPL, Man Hee Lee, an die Teilnehmer, sich als "Botschafter des Friedens" zusammenzuschließen, "um künftigen Generationen Freiheit und Frieden zu bringen". "Diesmal ist (Russland) in die Ukraine eingefallen und hat den Krieg begonnen. Aus diesem Grund fordern HWPL und die Familien des Friedens seit langem die Schaffung eines internationalen Rechts, um Kriegspotentiale zu verhindern. Also haben wir Experten für internationales Recht weltweit versammelt ... und die Erklärung mit 10 Artikeln und 38 Klauseln verfasst."

Im Rahmen der Friedensaktivitäten zur Lösung von Konflikten in Indien wurden zwischenzeitlich Absichtserklärungen zwischen Religionsführern unterzeichnet, um die Zusammenarbeit mit den Religionen auf der Grundlage vergleichender Studien über religiöse Schriften zu vertiefen. Insbesondere die Partnerschaft zwischen HWPL und der Internationalen Organisation für Religion und Wissen in Lampur führte zur Errichtung eines Friedensdenkmals, um den Bürgern vor Ort die Werte des Friedens zu vermitteln.

Auch die Beteiligung von Pädagogen an friedensbezogenen Aktivitäten wurde im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Die Lehrmethodik mit dem Einsatz von Metaverse wurde als Plattform für eine virtuelle Welt demonstriert, in der SchülerInnen Frieden erleben können, indem sie Materialien lesen und verschiedene Friedensaktivitäten beobachten, die in vielen Teilen der Welt durchgeführt werden.

 

Einer der teilnehmenden Studenten sagte: "Ich habe gelernt, dass wir ein internationales Gesetz brauchen, um Frieden zu schaffen. Wir brauchen ein Gesetz, das Frieden schaffen kann. Es ist wichtig, dass sich die Menschen an das Gesetz halten, und wenn alle Menschen zu Friedensbürgern würden, bräuchten wir das Gesetz gar nicht."

Supalak Ganjanakhundee, Gastprofessor am Pridi Banomyong International College der Thammasat Universität und ehemaliger Chefredakteur der thailändischen Zeitung The Nation, sagte in seinem Bericht über die Veranstaltung, dass die Grundlage des Friedens eng mit der Demokratie verbunden ist, die als offener Raum für die Beteiligung der Zivilgesellschaft am Friedensprozess dient. Mit Blick auf den derzeitigen Stillstand des Friedensprozesses in Südthailand sagte er: "Jeder Friedensprozess, der zu einem dauerhaften Frieden führen soll, muss das Problem an der Wurzel packen und entlang der Demokratisierung unter intensiver Beteiligung nicht nur der Interessengruppen, sondern auch der Zivilgesellschaft geführt werden."

Die HWPL hat die globale Zusammenarbeit für den Frieden sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene entwickelt, indem sie die Unterstützung internationaler Organisationen für die DPCW gewonnen und Hand in Hand daran gearbeitet hat, die internationalen Normen zur Verwirklichung des Friedens zu stärken. Gemeinsam mit zivilen Organisationen hat die HWPL Aktivitäten für das öffentliche Wohl durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Frieden Wurzeln schlägt.

Bild: HWPL
pd. / wil24.ch