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Stadt Wil SG
30.08.2022

Was in einem Naturwaldreservat erlaubt ist

Bild: zVg / wil24.ch
Der Waldgang der Ortsgemeinde Wil in der Thurau Wil stand unter dem Motto "Ökologie in der Landwirtschaft und in der Forstwirtschaft".

Brennholz ist gegenwärtig ein gefragtes Gut. Dies merkt auch der Forstbetrieb der Ortsgemeinde Wil, wie beim Waldgang für die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger am Sonntag, 28. August 2022, zu erfahren war. "Die Nachfrage ist hoch", sagte Forstbetriebsleiter Renaldo Vanzo. Die Steigerung beim Verkauf von Brennholz im Vergleich zum Vorjahr beträgt 600 Prozent. Vanzo machte die Aussage im Rahmen eines Rundgangs durch die Wälder der Ortsgemeinde Wil in der Thurau.

Der Waldrundgang mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stand unter dem Motto "Ökologie in der Landwirtschaft und in der Forstwirtschaft". Während Landwirt Andreas Jud, der auf 35 Hektaren Land unter anderem Mais, Raps oder CBD-Hanf anbaut, in der Thurau erläuterte, wie er ein Rapsfeld mit einem geringen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bestellt, gab Vanzo einen Einblick in die Bewirtschaftung des Naturwald- und des Sonderwald-Reservats in der Thurau, bei welchen es sich um ökologische Flächen handelt. Während in einem Sonderwald-Reservat gezielte Eingriffe zur Förderung des Naturschutzes erlaubt sind, dürfen in einem Naturwald-Reservat nur Massnahmen ergriffen werden, welche die Sicherheit erhöhen. Dazu zählt auch das Fällen von Bäumen. "Das geschlagene Holz muss dann aber liegengelassen werden", erklärte Vanzo. Er zeigte auf, welche Sträucherstruktur ein ökologisch aufgewerteter Waldrand aufweist oder wie die Biodiversität bei einem dem Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) unterstehenden Waldrand gefördert wird.

Zum Schluss des Waldgangs gab es beim Munitionsdepot oberhalb der Klausenhütte für die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger noch eine Wurst vom Grill.

Bild: zVg / wil24.ch
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pd / wil24.ch