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Kanton SG
06.10.2022

Grenzüberschreitenden öV verbessern

Landesrat Daniel Zadra (Vbg.), Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter (FL) und Regierungsrat Beat Tinner (SG). Bild: pd
Der Kanton St.Gallen, das Fürstentum Liechtenstein und das Land Vorarlberg haben gestern die trilaterale Absichtserklärung zur Verbesserung des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs unterzeichnet.

Landesrat Daniel Zadra (Vbg.), Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter (FL) und Regierungsrat Beat Tinner (SG) haben gestern im Namen ihrer Regierungen die Absichtserklärung der Regierungen des Kantons St.Gallen, des Fürstentums Liechtenstein und des Landes Vorarlberg betreffend die Planung und Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs unterzeichnet.

Die trilaterale Absichtserklärung hat auch die Gründung der «trilateralen Kommission öffentlicher Verkehr Vorarlberg-St.Gallen-Liechtenstein» zum Inhalt.

In der Grenzregion St.Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein ist Mobilität auch aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen, die mit einem erheblichen grenzüberschreitenden Berufspendelverkehr einhergehen, von entscheidender Bedeutung.

Fehlende Angebote

Während im Binnenverkehr der Regionen jeweils attraktive Angebote im öffentlichen Verkehr vorhanden sind und intensiv genutzt werden, bestehen angebots- wie auch nachfrageseitig grenzüberschreitend Optimierungsmöglichkeiten.

Für die meisten grenzüberschreitenden Fahrten im Pendler- und Freizeitverkehr wird das Auto genutzt, weil das Angebot des öffentlichen Verkehrs noch zu wenig kundenorientiert ist. Es benötigt einheitliche Tarifstrukturen, umsteigefreie Direktverbindungen oder abgestimmte Anschlüsse an den Grenzen.

Verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die Absichtserklärung dient in den kommenden Jahren als Grundlage für die engere Kooperation zwischen dem Kanton St.Gallen, dem Fürstentum Liechtenstein und dem Land Vorarlberg bei der Planung und Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs.

Die vorliegende Absichtserklärung wurde gegenüber der bislang bestehenden Absichtserklärung zwischen St.Gallen und Vorarlberg vom April 2021 um den Einbezug des Fürstentums Liechtenstein sowie um die Gründung der «trilateralen Kommission öffentlicher Verkehr Vorarlberg - St.Gallen - Liechtenstein» erweitert. Diese dient der Verstärkung und Institutionalisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Die erforderlichen Massnahmen zur Verbesserung des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs können nur gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden. Eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich öffentlicher Verkehr dient der Bevölkerung sowie den engen wirtschaftlichen Verflechtungen und intensiviert die Zusammenarbeit der drei Regionen.

pez/pd