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Lenggenwiler „Gipfelstürmer“ in Hochform

Im ersten Konzertteil trat das Korps in den Uniformen auf. Bild: Ernst Inauen
Einmal mehr begeisterte die Musig Lenggenwil ihre Anhänger mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm. Nach einem ersten Konzertteil mit schönen Melodien folgte unter dem Motto „Gipfelstürmer“ eine überraschende Fortsetzung mit witzigen Dialogen und vielseitiger Blasmusik. Eine zweite Aufführung der Unterhaltung folgt am Samstag, 5. November.

Von Ernst Inauen

Beim ersten der beiden Unterhaltungsabende war die Mehrzweckhalle gut besetzt von erwartungsvollen Besucherinnen und Besuchern. In voller Uniformierung präsentierte sich die Musig Lenggenwil vor dem attraktiven Bühnenbild mit dem Dorf Lenggenwil und der Alpsteinkette. Passend zum beinahe uneingeschränkt abgelaufenen Vereinsjahr spielte die Musig Lenggenwil unter der bewährten Leitung von Josef Meienhofer zum Auftakt den imposanten Marsch „The Victors Return“ (Die Sieger kehren zurück). Bei der anschliessenden Begrüssung zum 61. Unterhaltungsabend berichtete Präsident Christian Senn über die vielseitigen Aktivitäten seines Vereins. Er erwähnte das erfolgreiche Klassentreffen, das Kirchenkonzert zusammen mit dem Kirchenchor, die Teilnahme am Kreismusiktag in Zuckenriet  und den Höhepunkt mit  der Beteiligung am Luzerner Kantonalmusikfest, wo ein ausgezeichneter 6. Rang resultierte.

Josef Meienhofer, seit über 60 Jahren in der Musig Lenggenwil, davon mehr als 20 Jahre als Dirigent und Ausbildner. Bild: Ernst Inauen
Vereinspräsident Christian Senn blickte auf ein spannendes Jahr zurück. Bild: Ernst Inauen

Blasmusik erfreut Herz und Sinne

Moderator David Hugi kündigte anschliessend als weiteren Leckerbissen das Stück „Imagine“ von John Lennon, arrangiert von F. Bernaerts an, als visionärer Aufruf zur Friedensbewegung und Harmonie. Das nächste Stück „Gipfelstürmer Polka“ des jungen deutschen Komponisten Alexander Stütz inspirierte  die Programmgestalter zum aktuellen Motto. Das von der traditionellen Blasmusik geprägte, rasante Werk verlangte bei Soloeinsätzen von den Interpreten am Tenorhorn, Flügelhorn und Cornet einiges ab. Mit grossem Applaus verdankte das begeisterte Publikum den gelungenen Vortrag. Zum krönenden Abschluss des ersten Konzertteils kündigte David Hugi den grossartigen „Florentiner Marsch“ an, ein Werk des bekannten tschechischen Kapellmeisters Julius Fucik. Ursprünglich sei die Komposition „La Rosa di Toscana“ benannt, aus politischen Gründen jedoch auf die toscanische Hauptstadt Florenz geändert worden, wusste der Moderator.

Moderator David Hugi führte mit mit informativen Vorstellungen durch das Programm. Bild: Ernst Inauen
Ein starkes Cornet-Register überzeugte gesamthaft oder mit Soloeinsätzen Bild: Ernst Inauen

Musikalische Vielfalt

In einer längeren Pause konnten sich die Besuchenden verpflegen oder Tombolalose kaufen, für deren Treffer ein reichhaltiger Gabentempel im Eingangsbereich präsentiert wurde. Auch im zweiten und dritten Teil erfreuten die rund 40 Musikantinnen und Musikanten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Blasmusikprogramm. Im Sommertenü marschierten sie durch den Saal, begleitet durch Fanfaren zweier Jungmusikanten. Zum Auftakt erklang die Titelmelodie der Filmserie „The Police Academy“. Die gefälligen Melodien des Stücks „Polka is Glück“ führten in eine andere Stilrichtung. Ruhiger ging es beim Stück „My Heart will go on“ zu und her. Beim ABBA-Medley „ABBA goes Brass“ zeigten Franz Meienhofer und Fabian Hug bei Soloeinsätzen ihr Können. Mit witzigen Dialogen füllten die beiden alten Putzfrauen Grit und Anita die kurzen Pausen mit verschiedenen Themen zu den nächsten musikalischen Darbietungen. Ihre Plaudereien mit teilweise deftigen Pointen lockerte die Stimmung auf.

Rund 40 Musikantinnen und Musikanten erfreuten das Publikum mit einem bunten Melodienstrauss Bild: Ernst Inauen
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Mit Zwischenauftritten beschrieben Grit und Anita Erlebnisse mit zum Teil deftigen Pointen. Bild: Ernst Inauen
Die Musig Lenggenwil präsentierte sich auch gesanglich in Hochform. Bild: Ernst Inauen

Mit dem Nachwuchs in die Zukunft

Den dritten Teil eröffneten die zwölf motivierten Jungbläserinnen und Jungbläser, die von Dirigent Josef Meienhofer ihre musikalische Ausbildung erhalten. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Könnens wurden einige von ihnen bereits in das Korps integriert. Ihre gelungenen Darbietungen zeigten, dass sich die starke Musig Lenggenwil ohne  Nachwuchsprobleme in die Zukunft bewegt. Dass die Lenggenwiler Musikanten auch gesanglich überzeugen, zeigte die Interpretation des Liedes „Lauenersee“, bei dem vor allem die schönen Stimmen von Raphael Mader und der beiden jungen Solosängerinnen herausstachen. Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung des langjähriger Musikanten Werner Rüesch, der aufgrund seiner 50 Jahre aktiver Blasmusik das Prädikat Kantonaler Jubilar erhalt wird. Mit den beiden Werken „12 th Street Rag“ und „Pirates of Caribbean“ ging der dritte Teil zu Ende. Die geforderte Zugabe erfüllten die Band mit dem humorvollen Stück „Üs ghört d’Nacht“. Nach Programmende  spielte das Quartett „LQ Blatter-Roth“.

Der Moderator befragte den Dirigenten über den Ablauf der Jungbläserausbildung. Bild: Ernst Inauen
Zwölf Jungbläser werden durch Sepp Meienhofer ausgebildet und deuten auf eine hoffnungsvolle Zukunft hin. Bild: Ernst Inauen
Ehrung von Werner Rüesch für 50 Jahre Blasmusik mit Prädikat Kantonaler Jubilar. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen