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Kanton SG
25.08.2020
06.09.2020 15:09 Uhr

FDP: FRAGEN ZUR VERKEHRSBERUHIGUNG UND ANREGUNG FÜR WOHNMOBIL-ANGEBOT

Die FDP-Fraktion im Wiler Stadtparlament, vertreten durch Fraktionspräsident Adrian Bachmann, reicht zu Handen der Sitzung des Stadtparlaments vom 27. August 2020 zwei Vorstösse ein. Zum einen eine Interpellation "Verkehrsberuhigung im Zentrum von Bronschhofen" und zum zweiten eine Anfrage unter dem Titel "Stellplätze für Wohnmobile".

Interpellation und Anfragen finden Sie nachfolgend im Wortlaut.

Interpellation "Verkehrsberuhigung im Zentrum von Bronschhofen"

Zu Beginn des Schuljahres 2019/20, also vor exakt einem Jahr, wurden die Eltern der Schulkinder von Bronschhofen eingeladen, im Rahmen der Ausweitung des Projekts «Schulwegsicherheit» auf die Gebiete von Bronschhofen und Rossrüti kritische Punkte auf den Schulwegen zu skizzieren.

Über Ergebnisse der Befragung oder gar konkrete Massnahmen, die sich daraus ergeben, ist in der Öffentlichkeit bis anhin nichts bekannt. Dass die Schulwegsicherheit im Zentrum von Bronschhofen, insbesondere westlich der Hauptstrasse und rund um das Schulareal bis hin zum Sportplatz Ebnet nicht befriedigt, ist dem Stadtrat und den zuständigen Departementen längstens bekannt. Problematisch sind u.a. das Fahren mit nicht angemessener Geschwindigkeit in Quartierstrassen und das Phänomen der sogenannten Elterntaxis.

Gemeinsam mit dem Quartierverein Bronschhofen wurden im Sommer 2019 rund 200 Unterschriften gesammelt, die in Form einer Petition für das erwähnte Gebiet Verkehrsberuhigungsmassnahmen beantragen. Vorgeschlagen wurde beispielsweise, anstelle der bestehenden Tempo 50-Zone eine Begegnungs- oder Tempo 30-Zone zu schaffen sowie bauliche Massnahmen zu prüfen. In der Zwischenzeit hat der Stadtrat sowohl Konzepte für die Netzergänzung Nord als auch für die Hauptstrasse Bronschhofen vorgestellt. Es ist einsichtig, dass diese Massnahmen Auswirkungen auf die Verkehrssituation im erwähnten Gebiet haben. Bis die neuen Konzepte umgesetzt sein werden, dürften allerdings noch Jahre verstreichen. Die Situation im Zentrum von Bronschhofen hat sich indessen nicht verändert und bleibt weiterhin unbefriedigend. Es ist nicht erkennbar, dass die Stadt dem Problem eine hohe Priorität beimisst.

Vor diesem Hintergrund wird der Stadtrat um Beantwortung der folgenden Fragen ersucht: 1. Teilt der Stadtrat die Auffassung der Petitionäre, dass die Verkehrssituation rund um das Schulareal in Bronschhofen nicht befriedigt, und dass diesbezüglich Handlungsbedarf besteht? 2. Wie ist der Stand des Projekts «Schulwegsicherheit» in Bronschhofen? Wann sind Ergebnisse zu erwarten? Liegen schon erste Erkenntnisse vor? Welches sind die weiteren geplanten Schritte? 3. Welche Massnahmen sind aus Sicht des Stadtrates geeignet, um zeitnah eine spürbare Verbesserung der Verkehrssituation im genannten Gebiet herbeizuführen? 4. Wurden bereits Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, ob das Gebiet im Sinne der Verhältnismässigkeit für  Verkehrsberuhigungsmassnahmen in Frage kommt? Wenn ja, welches ist das Ergebnis? Wenn nein, warum nicht?

Erstunterzeichner: Adrian Bachmann

Anfrage "Stellplätze für Wohnmobile"

Die zu Ende gehenden Sommerferien haben den Trend bestätigt, dass viele Schweizerinnen und Schweizer gern ihre Ferien im Wohnmobil verbringen. Die Zahl der zugelassenen Wohnmobile hat denn auch in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Mit der steigenden Zahl an Wohnmobilen steigt auch die Nachfrage nach Plätzen, an denen man dieses während der Reise für eine Nacht oder zwei abstellen kann. So erfreut sich beispielsweise ein neu geschaffener Stellplatz in Gähwil sehr grosser Beliebtheit. Personen, die ein Wohnmobil besitzen, sind in der Regel überdurchschnittlich zahlungskräftig und kulturell interessiert; Gäste also, die in Wil sehr willkommen wären. Es erstaunt vor diesem Hintergrund, dass in Wil keinerlei Aktivitäten zu erkennen sind, für Reisende in Wohnmobilen attraktiv zu sein. So fehlen auf Stadtgebiet, insbesondere in Zentrumsnähe, geeignete Stellplätze. Dies, obwohl die Anforderungen bzw. Ansprüche nicht hoch sind: Stromanschlüsse, die Möglichkeit, Frischwasser zu beziehen und Abwasser zu entsorgen, allenfalls einfache sanitäre Einrichtungen sowie eine einfache Signalisation wären für die meisten Camperinnen und Camper ausreichend. Von Vorteil ist es, wenn ein Stellplatz in naher Distanz zu den Sehenswürdigkeiten liegt oder zumindest eine gute ÖV-Anbindung besteht. Mit der Allmend an der Glärnischstrasse stünde in Wil ein mögliches Areal zur Verfügung, das über weite Teile des Jahres ungenutzt ist, sich für einen Stellplatz aber gut eignen würde. Auch der Parkplatz Rudenzburg würde alle Anforderungen erfüllen. Entsprechende Fachorganisation stellen bei der Evaluation und Errichtung von Stellplätzen gern ihr Knowhow zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Stadtrat um Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Teilt der Stadtrat die Einschätzung, dass die Stadt Wil heute für Reisende in Wohnmobilen nicht attraktiv ist, und dass diesbezüglich Nachholbedarf besteht? 2. Sind dem Stadtrat Initiativen von privater Seite bekannt, in Wil Stellplätze zu schaffen? Hegt die Stadt selbst solche Pläne? 3. Ist der Stadtrat bereit, die Schaffung von Stellplätzen für Wohnmobile in Zentrumsnähe zu unterstützen oder allenfalls selber solche zu schaffen? 4. Wenn ja, wo sieht der Stadtrat mögliche Standorte?

Adrian Bachmann

Wil24