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Kanton SG
26.08.2020
06.09.2020 15:09 Uhr

"ES IST ZEIT, DASS DIE WÄHLERSTÄRKSTE PARTEI IN WIL MITFÜHREN KANN"

Im Vorfeld der kommunalen Wahlen vom 27. September 2020 sprach wil24.ch mit Ursula Egli, die für den Wiler Stadtrat kandidiert. Ihr Fazit: "Jetzt passt es für mich und ich bin davon überzeugt, dass auch die Zeit gekommen ist, dass die SVP als wählerstärkste Partei Mitverantwortung in der Regierung übernehmen soll. Zudem braucht es auch eine weibliche Stimme im Stadtrat. Ich bin dazu bereit!"

Als SVP-Politikerin ist die Bäuerin und dipl. Wirtschaftsfachfrau Ursula Egli schon mehrere Jahre erfolgreich politisch tätig. Sie sitzt seit 2016 für den Wahlkreis Wil im Kantonsrat und auch in der Wiler Stadtpolitik hat sie ihre Sporen abverdient und ihr Engagement unter Beweis gestellt. Seit 2013 ist die Ortsparteipräsidentin im Stadtparlament, welches sie im Jahre 2017 als Höchste Wilerin leiten durfte.

Fragen an Ursula Egli Ihre Fraktion hat diese Woche eine Anfrage an den Stadtrat gerichtet und einen Einstellungsstopp in der Stadtverwaltung gefordert. Was ist der Grund?

Ursula Egli: "Ja, wir dürfen nicht warten, bis es brennt. Aufgrund der Corona-Pandemie zeichnet sich ein Einbruch bei den Steuereinnahmen ab. Hier müssen wir vorausschauend agieren. Wie die Betriebe in der Wirtschaft soll die Stadt in dieser Lage ebenfalls Wege finden, die Aufgaben mit beschränkten Mitteln zu erfüllen. Das ist nicht zu viel verlangt."

Wird Ihr Feldhof zu kurz kommen, wenn Sie als Stadträtin neue Aufgaben übernehmen würden?

Ursula Egli: "Das lässt sich gut regeln und wir haben das familienintern natürlich auch besprochen. Die Arbeit auf dem Bauernhof ist nicht an fixe Zeiten gebunden. Ich stelle mir vor, neben den 70%-Pensum als Stadträtin auch noch gewisse Aufgaben im Betrieb erledigen zu können. Wir sind schon jetzt flexibel unterwegs.“

Wo sehen Sie Herausforderungen für die Stadtregierung?

Ursula Egli: "Es kommen tatsächlich herausfordernde Zeiten auf unsere Städte und Gemeinden zu. Trotzdem sollten wir diese mit einer positiven Einstellung und voller Tatendrang angehen. Dazu gehören meiner Meinung nach die Beschleunigung für Baubewilligungen. Das ewige 'warten, warten, warten'ist ein Problem, das öfters an mich herangetragen wird, weil es unsere Wirtschaft lähmt. In der Bildung müssen wir darauf Wert legen, dass wir nicht in grossartige administrative Apparate investieren, sondern unsere Schüler und Lehrpersonen fit machen für die Zukunft. Die geplanten IT-Investitionen sind wichtig und da sind wir auf einem guten Weg. Es stehen zudem grosse Projekte an. Dabei muss der Stadtrat grundsätzlich immer eine Auge darauf haben, die Mittel sparsam und gezielt einzusetzen - immer zum Wohl der Wilerinnen und Wiler."

Ursula Egli: "Jede Stadträtin und jeder Stadtrat hat zwar die Verantwortung für ein Departement, der Stadtrat soll aber als Gremium zusammenarbeiten und einheitlich auftreten. Die Zeit der Einzelkämpfer muss definitiv vorbei sein!"

Der mangelnde Teamgeist im aktuellen Stadtrat wurde öfters kritisiert. Wie beurteilen Sie das?