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Stadt Wil SG
03.09.2020
07.09.2020 08:53 Uhr

DANIEL MEILI: "ELON MUSK IST FÜR MICH EIN GROSSES VORBILD"

(jg) Seit bald acht Jahren ist Daniel Meili im Wiler Stadtrat. Der FDP-Politiker kandidiert nun auch für das Amt des Stadtpräsidenten. Der Wahlkampf für den Entscheid der Wiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 27. September 2020 ist voll im Gange. Die passende Zeit für wil24.ch, um mit Daniel Meili ein Gespräch zu führen.

Welches sind Ihre Erfahrungen im laufenden Wahlkampf? Daniel Meili: "Bis jetzt sehr gut. Ich darf mich auf ein junges, extrem motiviertes Team der FDP und der Jungfreisinnigen stützen, das mir enorm hilft. Natürlich werde ich oft auf meine Kandidatur zum Stadtpräsidenten angesprochen und dabei in meinem Vorhaben praktisch immer bestärkt. Selbstverständlich weiss ich, dass bis zu den Wahlen noch viel passieren kann. Ich fühle mich gut und bin auch für den Rest des Wahlkampfes entsprechend vorbereitet."

Gibt es Begegnungen, die Sie besonders gefreut haben? Daniel Meili: "Der direkte Schlagabtausch auf dem Podium mit meinen Mitbewerbern hat mich gefreut. Generell sind es die vielen Begegnungen in der ganzen Stadt, die sehr bereichernd und motivierend für mich sind."

Es fällt auf, dass Sie ein Auto der Marke Tesla fahren. Welches sind die Gründe dafür? Daniel Meili: "Ich bin absoluter Fan der Elektromobilität. Auch imponiert mir Elon Musk als Gründer von Tesla mit seinem Pioniergeist, Ideenreichtum und Elan. Er ist ein wirkliches Vorbild für mich, dem ich gerne auch in meiner Aufgabe nachleben möchte."

Ist die Stadt Wil bereit für eine effiziente Nutzung der Energie und eine Ablösung der CO2-treibenden fossilen Brennstoffe? Daniel Meili: "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Das kommunizieren wir laufend. Gas wird zu Biogas, Strom ist 100% erneuerbar und Wärme wird, wenn meine Planung weiterhin so gute Akzeptanz findet, zukünftig primär aus Holz gewonnen. Natürlich ist das Projekt 'Wärme vom ZAB' noch nicht gestorben, aber sicher im Moment etwas zurückgestellt. Mobilität ist ein schwierigeres Thema für uns als Stadt, da dieser Bereich von uns nur schwer reguliert werden kann. Auch da sind unsere breiten Aktivitäten für die Elektromobilität sichtbar und diese werden im Umbau der Energieträger für Mobilität massgeblich mithelfen. Dies neben den Aktivitäten des Schwesterdepartementes BUV, das sich um Massnahmen im Langsamverkehr bemüht."

Ist die Stadtregierung auch willens, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen? Daniel Meili: "Das ist bei einem so grossen Betrieb ein rechter Brocken. Die TBW sind da schon relativ weit, aber immer noch auf dem Weg, den es zu gehen gilt. In der Stadtverwaltung werden wir noch grössere Efforts leisten müssen, bis die Ansprüche an die Digitalisierung dem genügen, was ich mir vorstelle."

Welche drei Projekte würden Sie als Stadtpräsident mit besonders hoher Priorität anpacken, bzw. weiterverfolgen? Daniel Meili:  "Das sind erstens die Zentrumsentlastung Wil vom Verkehr und flankierende Massnahmen für einen lebensfrohen Stadtraum für die ganze Bevölkerung; zweitens die Zusammenarbeit mit Gewerbe, Detaillisten und Gastronomie. Denn diese garantieren uns einen grossen Teil der Lebendigkeit für unsere Stadt und drittens die Stärkung des Bewusstseins und des Stolzes in der Bevölkerung, dass wir in einer der wunderbarsten kleinen Städte der Schweiz leben dürfen und dies in jedem Falle beibehalten wollen. Für alle diese drei Punkte müssen wir aber gemeinsam etwas tun und für das stehe ich!"

Warum sollen die Wilerinnen und Wiler Sie zum Stadtpräsidenten wählen? Daniel Meili: "Seit bald acht Jahren darf ich die Stadt Wil als Stadtrat massgeblich mitgestalten. Seit dem 1. Juni amtiere ich als Stadtpräsident a.i. Dem guten Beobachter ist aufgefallen, dass seit dem 1. Juni 2020 sehr viele Projekte auf die politische Schiene gebracht wurden. Man darf die Ambition des 'umsetzungsstarken Machers' aus dem Wahlflyer also ruhig wörtlich nehmen, da der Tatbeweis offen da liegt. Gerne würde ich darum weiter fahren und die noch anstehenden Projekte mit dem gleichen Elan für die nächste Legislatur in Angriff nehmen. Die kommenden Jahre werden Budget und Rechnung der Stadt extrem auf die Probe stellen. COVID-19 wird uns auf der Seite der Einnahmen, aber auch bei den Ausgaben grosses Kopfzerbrechen bereiten, da Steuereinnahmen wegbrechen und Zusatzkosten auf uns zukommen werden. Darum ist die langjährige Erfahrung betreffend den Möglichkeiten in und mit unserer Stadt besonders wichtig beim Entscheid über die neue Führung."

Herr Meili, besten Dank für das Gespräch.

jg