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Wil SG
20.09.2018
06.09.2020 15:19 Uhr

SIEGERPROJEKT FÜR NEUES THURVITA-KOMPETENZZENTRUM DEMENZ

Am Donnerstag, 20. September 2018, wurde Alterszentrum Sonnenhof,  anlässlich des Events "Thurvita im Gespräch - Geborgenheit trotz Demenz" das Siegerprojekt des Wettbewerbs für das geplante neue Demenz-Kompetenzzentrum in Wil-Rossrüti präsentiert. Das künftige Zentrum wird Platz für 80 Menschen mit einer Demenz bieten. Es wird damit zur ersten spezialisierten und grössten Demenz-Einrichtung in der Ostschweiz.

Im Folgenden finden die Leserinnen und Leser ein Video des Gesprächs vom 20. September 2018 sowie Informationen zum Architektur-Wettbewerb und über das Siegerprojekt.

Im Video: "Thurvita im Gespräch" vom 20. September 2018

Projektwettbewerb

In einem Präqualifikationsverfahren trafen 45 Bewerbungen ein. Daraus wurden acht Bewerbungen zur zweiten Phase des Projektwettbewerbs zugelassen. Es handelte sich um Architekturbüros aus St. Gallen, Zürich, Rapperswil, Winterthur, Rorschacherberg und Brugg.

Die stimmberechtigten Fachpreisrichter waren: - Paul Knill, Architekt BSA, Herisau - Marco Giuliani, dipl. Arch. ETH SIA, Zürich - Eckhard Feddersen dipl. Architekt TU, Berlin - Martin Klauser, dipl. Landschaftsarchitekt BSLA, Rorschach

Die Beurteilung der Wettbewerbsprojekte erfolgt nach den folgenden Kriterien, wobei die Reihenfolge keine Gewichtung darstellt: - Konzeptidee (ortsbauliches Konzept, Nutzungskonzept, Erschliessungskonzept, Freiraumkonzept, Einbindung in die Quartierstruktur)

- Betrieb und Funktionalität (Zweckmässigkeit der Grundrisse, innere Organisation, Betriebsabläufe, Sicherheit, Flexibilität, demenzgerechte Architektur)

- Gestaltung (architektonischer Ausdruck, Qualität der Innen- und Aussenräume, Atmosphäre)

- Umgebungsgestaltung, Bepflanzungskonzept (Teil Thurvita AG)

- Energiekonzept, Materialwahl, Konstruktion

- Wirtschaftlichkeit (Lebenszykluskosten, Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten) und Realisierbarkeit)

- Störungsarme Kombination der beiden Nutzungen auf den Grundstücken (Sicht- und Lärmimmissionen). Von den acht eingereichten Projekten wurde als Siegerprojekt einstimmig gewählt: "Am Chrebsbach", Schneider Gmür Architekten, Winterthur

Die langgezogenen Wohnbauten westlich erhalten mit dem Neubau eine Fortsetzung, die zusammen mit den Bauten der Gebrüder Egli AG und dem Gegenüber ennet der Konstanzer Strasse einen dreiecksartigen Raum aufgespannt. Auch der im seinem Wesen eigentlich auf sich selbst bezogene Rundling ist durch die Ähnlichkeiten in den Grössenordnungen der Neubauten nun in den Zusammenhang mit einbezogen. In diesen weit gespannten räumlichen Begrenzungen, welche drei Geschosse nicht übersteigen, kann sich das Haus Rosengarten in freier Stellung gut behaupten, ohne dabei in einen Brennpunkt zu geraten. Es setzt den baulichen Schwerpunkt des Gartenhofes, den es als Gegenüber zum Haus für Demenz mit aufspannt.

Zusammen mit der Einfriedung, die sich beidseitig an seine Front anschliesst, bestimmt das markante Biedermeierhaus den Auftritt der Anlage zur Strasse hin. Seitlich davon finden Fussgänger die Pforte zum Hof, der dem Eingang zur Wohnanlage vorgelagert ist. Motorisierte Besucher treten unmittelbar daneben vom Parkplatz her ein. Eine Pergola schliesst die östliche Seite des sich dorthin auf weitenden Aussenraumes, den Anschluss an den Kopf der Neubaute bildet eine Torsituation, welche zur Vorfahrt benutzt werden kann.

Wil24