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Kanton SG
12.02.2018
06.09.2020 15:31 Uhr

ÖV-STRATEGIE 2030/35: NEUES BUSSYSTEM SOLL ENTLASTUNG BRINGEN

Die Stadt Wil und der Kanton St. Gallen möchten das Stadt- und Regionalbusnetz mit vier Hauptkorridoren gezielt weiterentwickeln. Damit sollen das Angebot und die Qualität des öffentlichen Verkehrs (öV) bedeutend gesteigert werden. Der Stadtrat Wil hat die öV-Strategie Wil 2030/2035 genehmigt und damit das Postulat von Hans-Peter Hutter (CVP) beantwortet. Als nächstes erarbeitet die Stadt ein konkretes Buskonzept für den Fahrplan 2021.

Im Auftrag des Stadtrats und des Kantonalen Amts für öffentlichen Verkehr hat das Planungsbüro Infras die Probleme des Wiler öV-Systems analysiert, Erschliessungslücken aufgezeigt und das künftige öV-System im Rahmen einer öV Strategie 2030/2035 skizziert.

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung durch den motorisierten Individualverkehr kommt es bei den Buslinien im Zentrum der Stadt Wil insbesondere in den Abendstunden immer wieder zu Verspätungen. Die Linienführung der Busse und deren Fahrzeiten sollen folglich grundlegend verändert werden. Ebenso möchten die Stadt und der Kanton dem öffentlichen Verkehr Priorität einräumen, unter anderem mittels separaten Busspuren wie es das Agglomerationsprogramm vorsieht. Die Idee eines Trams erachten die Fachleute aufgrund der aktuellen und der prognostizierten öV-Verkehrsbelastung dagegen nicht als zielführend. So baut die öV-Strategie auch für die Zukunft auf ein Bussystem.

Busse sollen im 15-Minuten-Takt fahren

Mit Durchmesserlinien flexibler unterwegs

Langfristig sind auf allen Linien sogenannte Durchmesserlinien anzustreben: Diese Linien enden nicht mehr am Bahnhof, sondern an einer definierten Endstation. Dadurch sind die öV-Nutzenden innerhalb der Stadt flexibler - ohne lange Wartezeiten am Bahnhof. Dies ist sehr stark abhängig von einem engen Takt und den Anschlüssen aufgrund des übergeordneten Bahnfahrplans.

Buskonzept 2021 wird entwickelt

Als nächstes arbeiten Stadt und Kanton das Buskonzept 2021 aus. Dabei entwickeln sie zusammen mit den Transportunternehmen konkrete Fahrpläne, welche ab Dezember 2020 gelten sollen. Das Leistungsangebot soll so mit dem vorhergesagten Bevölkerungswachstum in Einklang stehen. Bauliche Massnahmen wie Wendeplätze oder Verbesserungen an den Haltstellen zur Umsetzung des Buskonzepts müssen ebenfalls projektiert werden.

Initiant der öV-Strategie war Hans-Peter Hutter (CVP), welcher 2016 ein entsprechendes Postulat einreichte. Er schlug zusätzlich zur bestehenden «Strategie Strasse» eine zukunftsgerichtete öV-Strategie vor, die das Zentrum von Wil vom stetig ansteigenden motorisierten Individualverkehr (MIV) entlasten soll.

Wil24