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Kultur
18.12.2019
06.09.2020 15:59 Uhr

LESE-THEATER-STÜCK VON MAX PETER AMMANN IM HOF ZU WIL

Biographie

faustöffnen...  Uraufführung im Hof zu Wil am 19. Januar 2020, 15:00 Uhr.

Im Titelbild: Der 90-jährige Dramaturg, Autor und Leser.

Im Anschluss an seinen Roman die Gottfriedkinder erzählt Max Peter Ammann die weiteren Jahre seines Lebens in Form eines Theater-Lese-Stücks. Dramaturgisch verquickt er sein Leben mit vier Klassikern der deutschen Weltliteratur: Der Kirschgarten von Anton Pawlowitsch Tschechow, Die Dreigroschenoper von Bertold Brecht und Kurt Weil, Die Blechtrommel von Günter Grass, und .

faustöffnen... ist ohne Vorsatz ein Theater-Lese-Stück geworden, das glaubt, für Schauspieler und Lese-Freaks eine Herausforderung zu sein.

Marc, schon in den Gottfriedkindern der Erlebende, Schreibende, sitzt eng gepfercht im überfüllten Zug aus Zürich, der alle Naslang hält. Wo er hinblickt herrscht Zerstörung. Der zweite Weltkrieg ist erst seit ein paar Jahren ausgestanden. Mit anderthalb Stunden Verspätung steht er vor dem hälftig niedergebombten Theater der Bühnen der Stadt Frankfurt am Main. Es ist sein erstes Ausland-Engagement. Sein Herz klopft bis zum Hals ...

Max Peter Ammann, geboren 22. Januar 1929 in Wil SG, bis 1975 Regisseur und Dramaturg u.a. in Basel, Zürich, Berlin und München. Von 1976 bis 1991 Leiter der Abteilung Dramatik des Schweizer Fernsehens wofür er zahlreiche Produktionen realisierte. Er gründete das Theater im Tramdepot für Coproduktionen mit dem Schauspielhaus Zürich, sowie die Telearena, die sich später zur Telebühne weiterentwickelte. Hier inszenierte Ammann TV/Theater Coproduktionen wie Andorra von Max Frisch und Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt.

Max Peter Ammann lebt wieder in Wil. Am 15. Februar 2011 erschien sein wuchtiger autobiographischer Familienroman, er erzählt eine Geschichte des 20. Jahrhunderts: die Gottfriedkinder.

Preise

  • 1976 und 1987 Zürcher Fernsehpreis
  • 1985 Ostschweizer Radio- und Fernsehpreis
Filmografie
  • 1963: Geliebter Lügner (Regie; TV)
  • 1972: Le train rouge (Regie)
  • 1977: Em Lehme si Letscht (Produktion; TV)
  • 1978: L'affaire Suisse (Regie)
  • 1982: Der Besuch der alten Dame (Regie; TV)
Theaterstücke
  • 1963: Aktion T4 von Paul Mommertz (Münchner Kammerspiele)
  • 1963–1967: Ein Duft von Blumen von James Saunders, Der kaukasische Kreidekreis von Bertolt Brecht, Die heilige Johanna von George Bernard Shaw, Volpone von Ben Jonson, Clavigo von Johann Wolfgang von Goethe, Richard II. von William Shakespeare (Bühnen der Stadt Köln)
  • 1967–1969: Doppelkopf von Gerlind Reinshagen, Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth, Pygmalion von George Bernard Shaw, Der Revisor von Nikolai Gogol, Nächtliche Huldigung von Lars Gustafsson, Der Bürger als Edelmann von Molière (Schiller- und Schlossparktheater Berlin)
  • 1969/70: Hochzeit von Elias Canetti (Schauspielhaus Zürich)
  • 1969/70: Der Selbstmörder von Nikolai Robertowitsch Erdman (Schauspielhaus Zürich)
  • 1971: Der Hund des Gärtners von Lope de Vega (Volkstheater Wien)
  • 1972: Heinrich IV., Teil 1 und 2, von William Shakespeare (Städtische Bühnen Frankfurt)
  • 1973: Fräulein Julie von August Strindberg (Stadttheater Basel)
  • 1973: Clavigo von Johann Wolfgang von Goethe (Stadttheater Basel)
  • 1974: Der eingebildete Kranke von Molière (Stadttheater Basel)
  • 1975: Kennedy’s Kinder von Robert Patrick (Depot Tiefenbrunnen/Schauspielhaus Zürich)
  • 1975: Stauffer-Bern von Herbert Meier (Depot Tiefenbrunnen/Schauspielhaus Zürich)
Johann Wolfgang von Goethe