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Kanton SG
22.01.2020
06.09.2020 16:01 Uhr

GEMEINDERAT RICKENBACH KÜNDIGT VERTRAG MIT THURVITA TROTZ GESUNKENER GEMEINDE-BEITRÄGE

(Thurvita) Mit Bedauern nimmt Thurvita den Entscheid des Rickenbacher Gemeinderats zur Kenntnis, die Vereinbarungen für ambulante und stationäre Leistungen von Thurvita zu kündigen. Seit 2013 erbringt Thurvita die Spitex-Dienste und bietet Betreuung und Pflege für alte Menschen aus Wil, Niederhelfenschwil, Wilen und Rickenbach an. Die Bevölkerung von Rickenbach muss ab 2021 mit eingeschränkten Leistungen rechnen.

Der Gemeinderat Rickenbach hat beschlossen, die Vereinbarung für ambulante und stationäre Leistungen per Ende 2020 bei Thurvita zu kündigen. Der Grund seien die zu hohen Kosten bei der Spitex. Thurvita bedauert den Entscheid des Rickenbacher Gemeinderates. Doch die Kosten-Beiträge der Gemeinde pro Spitex-Stunde sind seit 2013 nicht gestiegen, sondern leicht gesunken. Gemessen mit den anderen vergleichbaren Spitex-Organisationen im Kanton St. Gallen arbeitet die Thurvita-Spitex am kostengünstigsten. Das höhere Budget 2020 in der Gemeinde Rickenbach erklärt sich durch eine Mengenausdehnung im Vergleich zum Vorjahr.

Preise passen nicht zu den Kosten

Es trifft zu, dass die Preise der Leistungsvereinbarung nicht den tatsächlichen Kosten entsprechen: Sie sind in den Thurvita-Pflegewohnungen zu tief, bei der Thurvita-Spitex hingegen zu hoch. Bei der Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft hat Thurvita die bestehenden Leistungsvereinbarungen unverändert übernommen. Thurvita kennt den Handlungsbedarf und ist mit den Vertragsgemeinden Wil, Wilen und Niederhelfenschwil übereingekommen, die Leistungsvereinbarung gesamthaft zu überarbeiten. Das Ziel ist, Kostenwahrheit zu schaffen. Leider hat der Rickenbacher Gemeinderat die wiederholte Einladung zum gemeinsamen Gespräch nicht angenommen.

Weniger Leistungen für die Rickenbacher

Verschiedene Leistungen sind ab 2021 nicht gesichert. Es ist wahrscheinlich, dass in Rickenbach künftig kein Mahlzeitendienst, keine Nachtabdeckung, kein Spätdienst und keine spezialisierte psychiatrische Spitexleistung zur Verfügung stehen. Alles Leistungen, welche die Thurvita-Spitex heute anbietet. Zudem bezahlen künftig die Rickenbacherinnen und Rickenbacher wie die anderen auswärtigen Gemeinden in allen Heimen der Thurvita einen Zuschlag von 300 Franken pro Monat. Gemeinsam für die alten Menschen Im Jahr 2012 haben die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen von Wil, Niederhelfenschwil, Wilen und Rickenbach entschieden, die Altersleistungen der Thurvita zu übertragen. Thurvita bedauert, dass der Rickenbacher Gemeinderat die gemeinsame Alterspolitik der Region nicht mehr mitträgt. Thurvita startet die Überarbeitung der Leistungsvereinbarung, wie im Wiler Parlament angekündigt, im laufenden Jahr.

Auswirkungen für das laufende Jahr

Die Dienste, welche die Thurvita-Spitex in Rickenbach erbringt, belaufen sich auf 10 % der gesamten Spitexleistungen. Folglich wird es beim Stellenplan keine nennenswerten Anpassungen brauchen. Selbstverständlich werden alle Rickenbacher Kunden der Thurvita-Spitex bis am 31. Dezember 2020 mit den benötigten Leistungen versorgt.

Wil24