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Kultur
06.04.2020
06.09.2020 16:08 Uhr

KULTURSTADT WIL: WESHALB DAS KULTURLEBEN AUCH DER WIRTSCHAFT DIENT

Anderswo heimisch geworden

Wer sich heute etwas anstrengt, kann es weit bringen. Viele Menschen hängen an ihre Berufslehre oder an ihr Studium Zusatzausbildungen an. Dank ihren Qualifikationen als Ingenieurinnen, IT-Spezialisten, Produktemanagerinnen, Webdesigner oder als Buchprüferinnen sind sie bei vielen Unternehmen, Organisationen sowie in staatlichen Verwaltungen hochwillkommene Spezialisten.

Auch sie wollen sich in ihrer Freizeit erholen und andere Menschen treffen. In Befragungen gaben zahlreiche Personen mit höheren Bildungsabschlüssen an, dass ihnen ein breites Kulturangebot am Wohnort wichtig sei. Sie lassen sich gerne dort nieder wo die Palette an Konzerten, Kinos, Theatern, Ausstellungen und so weiter ist besonders vielfältig ist, dort treffen sie auf Personen mit ähnlichen Interessen.

Schon länger wird in der Ostschweiz ein sogenannter Braindrain beklagt, damit ist eine Abwanderung von besonders begabten und qualifizierten Expertinnen und Experten gemeint. Sie studieren in einem anderen Landesteil und kehren anschliessend nicht in ihre Ursprungsregion zurück. Sie haben während ihrer Ausbildungszeit einen Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut. Zudem haben sie die Auswahl an Kulturangeboten in den grösseren Städten schätzen gelernt; sie haben anderswo Wurzeln geschlagen.

Frische Ideen in die Region

Die Ostschweiz, die sich gerne als Stiefkind der übrigen Schweiz definiert, muss ein grosses Interesse an attraktiven Standortfaktoren haben. Unternehmen mit einer erheblichen Wertschöpfung lassen sich gerne dort nieder wo viele Umstände passen, unter anderem ein Reservoir an gut ausgebildeten Stellenbewerbern.

Florierende Firmen sowie ihre gut verdienenden Fachkräfte sind geschätzte Steuerzahler, ihre Abgaben tragen zum Erhalt und zum Ausbau der Schulen, des ÖVs und der Kitas und weiterem mehr bei.

Frauen und Männer mit höheren Berufsausbildungen sind zudem oft auch initiative und innovative Personen. Sie werden zum Teil zu Firmengründern, die neue Arbeitsplätze schaffen. Und sie bringen dank ihrer Ausbildung frische Ideen und neue Sichtweisen mit. Und sie engagieren sich in Behörden und in Vereinen und bringen dort ihr Fachwissen ein.

Attraktiven Lebensraum pflegen

Wil, eine Stadt mit viel Tradition benötigt für ihre Vitalität fortwährend Zuzug an Kompetenz und an Innovation. Wenn die Äbtestadt eine für gut ausgebildete Frauen und Männer mit ihren Familien ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleiben will, ist in die Kulturförderung investiertes Geld gut angelegt, dessen Dividende kommt der ganzen Region zugute.

Wil24