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Kanton SG
29.04.2020
06.09.2020 16:11 Uhr

CORONA: AUFRUF GEGEN DIE ANGST!

Corona steigert die Angst bei vielen ins Unendliche. Das ängstigt mich. In Österreich erhebt sich Widerstand, den man sich anhören sollte. Kommentar von Bruno Hug, Linth24.

(Bruno Hug) Kürzlich kam mein siebenjähriger Sohn nach Hause und sagte, sein Spielkamerad wolle jetzt 2 Meter Abstand von ihm halten. Überhaupt: Mir scheint, die Kinder werden weggesperrt. Sie sollen kein Coronavirus nach Hause bringen. Wie es der Staat verlangt: „Bleibt zuhause“.

Gestern sagte mir ein Mitarbeiter: Seine Frau habe ihre beiden Kinder zu den Eltern bringen wollen, jetzt, „wo das Umarmen der Enkel“ wieder erlaubt sei. Die Schwester seiner Frau aber sei dagegen, weil seine Frau damit allenfalls den Tod der Eltern verschulde.

Dieser Tage war ich auf der Post und wollte ein Paket aufgeben. Dafür bat ich am Schalter um eine Adressetikette. Die Schalterdame sagte, ich dürfe diese jedoch nicht auf der Post beschriften. Das sei verboten. Wegen Corona und dem 2-Meter-Abstand.

Alle haben Angst

Jeden Tag fahre ich in mein Büro. In unserem Bürohaus arbeiten über 60 Leute. Jetzt sind es noch etwa fünf. Alle andern haben Angst, ihre leeren Büros zu betreten.

Gartencenter sind zwar wieder offen, und auch Coiffeure und bald einmal auch die Läden und die Restaurants. Aber alles mit Verboten und Vorschriften und unnatürlicher Distanz. Es fehlen nur noch die Masken. Statt dass die Selbstverantwortung der Menschen gefördert wird, werden deren Ängste weiterhin geschürt. Obwohl die Spitäler, Arztpraxen und Corona-Centren praktisch leer sind und Länder wie Schweden zeigen, dass es auch anders gehen könnte.

Alleinfahrende mit Maske

Mir begegnen Auto- und Velofahrer mit Masken, obwohl sie, allein im Auto oder auf dem Velo, niemanden gefährden und nicht gefährdet sind.

Mich ängstigt, wie mit Corona in einem „Blindflug“ Angst entfacht wird. Corona ist durch die Politik und die Medien buchstäblich in unsere Köpfe gehämmert worden.

Österreich gilt auch für die Schweiz

Es könnte für uns alle schnell wichtig werden, dass wir uns nicht mehr nur von der Angst leiten lassen. Die Rede von Herbert Kickl im Österreichischen Parlament sollte man sich anhören! Was er sagt, gilt fast durchwegs auch für die Schweiz. Den Link dazu finden Sie unten.

Wenn unsere Gesellschaft bald wieder einmal funktionieren soll, müssen wir uns wieder nahekommen. Jeder für sich allein geht nicht. Und spätestens dann, wenn wir unsere Kinder wieder zur Schule schicken – was täglich wichtiger wird – werden wir sie, wie bis jetzt, umarmen wollen. Und auch umarmen müssen. Selbst dann, wenn sie mit anderen Kindern und fremden Erwachsenen Kontakt hatten.

Wir werden bereit sein müssen, Risiken zu tragen. Um wieder zu leben. Oder wir werden vor lauter Angst verarmen: seelisch, wirtschaftlich und als Gesellschaft.


Wil24