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Kultur
13.03.2020
06.09.2020 16:16 Uhr

PARLAMENT SETZT MEILENSTEIN FÜR WILER VEREINS- UND KULTURLEBEN

An der Sitzung vom vergangenen Donnerstag, 12. März 2020, hat das Wiler Stadtparlament der Motion für ein Begegnungs-, Kultur- und Musikschulzentrum in der Liegenschaft «zum Turm» zugestimmt. Der Vorstand der IG Kultur Wil freut sich über diese wichtige Weichenstellung zur Zukunftsentwicklung der Stadt.

Von der leerstehenden Brache zum neuen "Leucht-Turm" für Wil

Die IG Kultur Wil ist die Dachorganisation der kulturell engagierten Personen und Organisationen in Wil und Umgebung. Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 setzt sie sich für eine kulturelle Nutzung der Liegenschaft «zum Turm» ein. Der zentral gelegene Gebäudekomplex diente bis 2017 als Feuerwehrstützpunkt und steht seither leer. Die Motion zur Schaffung eines Begegnungs-, Kultur- und Musikschulzentrums wurde auf Initiative der IG Kultur Wil durch eine überparteiliche Arbeitsgruppe ausgearbeitet.

Meilenstein für Zukunftsentwicklung

An der Sitzung des Stadtparlaments vom vergangenen Donnerstag wurde die Motion mit einer deutlichen Mehrheit von 25 zu 9 Stimmen gutgeheissen. Der Stadtrat hat nun den Auftrag, ein Raum- und Betriebskonzept auszuarbeiten. Der Vorstand der IG Kultur Wil sieht diesen Entscheid als wichtigen Meilenstein zur gesellschaftlichen und baulichen Weiterentwicklung der Stadt. Mit der Umsetzung der Motion wird mittelfristig das Raumangebot für die kulturell aktiven Personen und Vereine in Wil erweitert und der kostspielige Leerstand der Liegenschaft «zum Turm» beendet.

Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Die Digitalisierung verändert derzeit viel in der Gesellschaft und in der Wirtschaft. Dies bringt Umbrüche mit sich, die auch Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Neue Formen des sozialen Austauschs sind erforderlich, welche den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration von sehr unterschiedlichen Bevölkerungskreisen fördern. Das Begegnungs-, Kultur- und Musikschulzentrum «zum Turm» kann hierzu eine zukunftsweisende Plattform bilden. Es soll gemäss der Motion allen gesellschaftlichen Akteuren offen stehen. Wie Erfahrungen aus Lichtensteig (Rathaus der Kultur) und Frauenfeld (Eisenwerk) sowie St. Gallen (Lattich) zeigen, sind derartige Institutionen Anziehungspunkte für innovative Köpfe. Gleichzeitig gehen von ihnen entscheidende Impulse zur Weiterentwicklung der Gemeinschaft aus. Von diesen Effekten könnte auch Wil profitieren.

Positives Signal an kulturell Aktive

Der Vorstand der IG Kultur Wil dankt den Mitgliedern den Stadtparlaments für ihren lösungsorientierten Entscheid und für ihre wertschätzende Geste an die vielen ehrenamtlich tätigen Organisationen und Einzelpersonen in Wil, die eine neue Begegnungsplattform erhalten werden. (pd)

Wil24