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Kultur
07.07.2020
06.09.2020 16:20 Uhr

SOMMERSERIE (2): "WENN ICH DIE STADT WIL REGIEREN WÜRDE"

Am 27. September 2020 wird das Wiler Stadtpräsidium neu besetzt. wil24.ch fragt bei unterschiedlichen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt nach, was sie ändern würden, wenn sie an der Spitze der Stadtregierung wären.

Mirco Calabrese, Eventveranstalter, Gastronom und Lehrer «Vorwegnehmen möchte ich, dass es immer einfach ist, über fremde Schuhe zu reden, wenn man diese noch nie getragen hat. Ich fühle mich in der Äbtestadt wohl und habe schon mein ganzes Leben hier verbracht. Trotzdem gibt es einige Dinge, die ich als Stadtpräsident gerne angehen würde: Der Jahreslohn von über CHF 200‘000 für das Präsidentenamt ist, meiner Meinung nach, eher hoch angesetzt. Ich würde mir weniger Lohn geben.

Von grosser Bedeutung ist meiner Meinung nach, dass man gezielt in die nächste Generation investiert. Deshalb fände ich es wichtig, dass es in der Stadt Wil eine Time-Out-Schule gäbe. Dieses Angebot würde vielen Kindern und Lehrpersonen einen Mehrwert bieten. Eventuell liesse sich diese mit den angrenzenden Gemeinden gemeinsam finanzieren.

Wenn die jungen Menschen älter werden, steigt bei einigen auch das Bedürfnis nach Abwechslung und nach Ausgleichsmöglichkeiten. Die Stadt Wil müsste viel mehr leben, damit es die jungen Menschen weniger stark in die umliegenden, grösseren Städte zieht. Es wäre schön, wenn die Toleranz innerhalb der Kernzone grösser wäre, so dass neue Angebote geschaffen werden könnten.

Damit die Zufriedenheit der Bevölkerung erhalten und laufend gesteigert werden kann, würde ich Zuzüger befragen, was ihnen an Wil besonders gut gefalle und was sie aus ihrer alten Umgebung vermissen würden. So könnte man die Bedürfnisse der neuen Wilerinnen und Wiler erfassen und die Schwachstellen könnten ausfindig gemacht werden. Mit diesem Input von aussen liesse sich etwas frischer Wind nach Wil bringen.»

Wil24