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Bildung
05.08.2020
06.09.2020 16:22 Uhr

KANTISCHÜLER MÜSSEN MASKEN ZUM SCHULSTART MITNEHMEN

Am Montag startet das neue Schuljahr an den sechs st.gallischen Mittelschulen mit 1'261 neuen Schülern. Ein Schutzkonzept wurde erarbeitet.

(pd) Die sechs staatlichen Mittelschulen (die Kantonsschulen am Burggraben St.Gallen, am Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans, Wattwil und Wil) erwarten zum Schulstart rund 4'400 Schülerinnen und Schüler. 1'261 davon sind Neueintritte. Damit liegt die Zahl der Neueintritte etwas höher als im Vorjahr (1'167 im Jahr 2019), was in erster Linie auf demografische Gründe, das heisst generell steigende Schülerzahlen, zurückzuführen ist.

Schutzkonzept, aber keine generelle Maskenpflicht

Um der speziellen Situation aufgrund des Coronavirus Rechnung zu tragen, gelten an den Schulen entsprechende Schutzkonzepte. Die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes soll grundsätzlich durch die Einhaltung eines grösstmöglichen Abstandes und durch konsequentes Contact-Tracing sichergestellt werden. Ist dies in einzelnen Situationen nicht möglich, können die Schulen das Tragen einer Maske anordnen. Alle Schülerinnen und Schüler werden daher informiert, dass sie eine Schutzmaske in die Schule mitbringen müssen. Von einer generellen Maskenpflicht wird im Kanton St.Gallen jedoch abgesehen.

Mit Umteilungen sechs Klassen eingespart

Die 1'261 neuen Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf 59 neue Klassen. Im Anmeldeverfahren wurden rund 50 Schülerinnen und Schüler an andere Schulorte oder in andere Schwerpunktfächer umgeteilt. Durch diese Massnahme, die das Bildungsdepartement verfügen kann, lassen sich auch in diesem Jahr sechs Klassen oder rund zehn Millionen Franken über die vierjährige Ausbildungsdauer einsparen. Eine zusätzlich gebildete Klasse an einer Mittelschule würde jährlich rund 480 000 Franken kosten.

Zuwachs beim Gymnasium und bei der Fachmittelschule

Von den angebotenen Lehrgängen der Mittelschule wird nach wie vor das Gymnasium mit Abstand am häufigsten gewählt. 946 der 1'261 neuen Schülerinnen und Schüler (75 Prozent) treten in eine der 44 (Vorjahr 40) neuen Gymnasialklassen ein. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine zweisprachige Maturität deutsch-englisch anstreben ist ungebrochen hoch und liegt weiterhin bei rund einem Drittel.

Einen bedeutenden Zuwachs an neuen Schülerinnen und Schülern kann in diesem Jahr auch der Lehrgang der Fachmittelschule verzeichnen. 242 (Vorjahr 191) neue Schülerinnen und Schüler haben sich für eines der folgenden Berufsfelder angemeldet: Pädagogik, Gesundheit, Soziales, Bildnerisches Gestalten sowie Information + Kommunikation. Die Fachmittelschule wird an den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans und Wattwil geführt.

Informatik- und Wirtschaftsmittelschule weiterhin im Angebot

Neben dem Gymnasium und der Fachmittelschule werden an den st.gallischen Mittelschulen weiterhin die Lehrgänge der Wirtschafts- und der Informatikmittelschule geführt. Bei diesen Angeboten handelt es sich um Lehrgänge an der Schnittstelle zwischen Mittelschule und Berufsbildung. Beide Lehrgänge werden an den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen und Sargans geführt. Die Informatikmittelschule steht Jugendlichen offen, die einen Abschluss als Informatikerin oder Informatiker mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und eine kaufmännische Berufsmaturität anstreben. Im neuen Schuljahr werden 30 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 33) in der Informatikmittelschule erwartet.

Ein vergleichbares Angebot mit technischer Berufsmaturität bietet die Berufsfachschule in Rapperswil an. In der Wirtschaftsmittelschule werden 43 (Vorjahr 45) neue Schülerinnen und Schüler erwartet. In diesem Lehrgang kann ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Kauffrau oder Kaufmann und eine kaufmännische Berufsmaturität erlangt werden.

Wil24