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Kultur
13.08.2020
06.09.2020 16:24 Uhr

SOMMERSERIE (11): "WENN ICH DIE STADT WIL REGIEREN WÜRDE"

Am 27. September 2020 wird das Wiler Stadtpräsidium neu besetzt. wil24.ch fragt bei unterschiedlichen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt nach, was sie ändern würden, wenn sie an der Spitze der Stadtregierung wären. - Nach 11 Stellungnahmen von "imaginären" Kandidaten schliessen wir die Sommerserie 2020 ab, die auf ein sehr grosses Echo gestossen ist.

Jürgen Knopp-Gressani, Design-Spezialist und Unternehmer

«Ganz nach dem Motto <Strassen bringen mehr Verkehr> würde ich 7 Plätze schaffen mit einem Netzwerk von Fahrradstrassen. Auf den Plätzen findet Urban-Gardening statt. Die Menschen können sich an den Plätzen ausruhen, einen Apéro trinken, Musik hören und die Gesellschaft geniessen. WiI würde damit zur Velo-Metropole.

Zudem würde ich ein Konzept erschaffen, damit alle Grossverteiler, welche durch die Zentrumslage von Wil ausgezeichnete Umsätze erzielen, eine Art «Filiale» in der Wiler Altstadt eröffnen. Sozusagen der «Tante-Emma-Laden» by Aldi, Lidl, Coop, Migros und wie sie alle heissen mögen. So könnte man in der Wiler Altstadt seine Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen und dabei noch einen Schwatz machen, einen Kaffee trinken und Freunde treffen.

Natürlich ist der Goldene Boden einer der 7 Plätze für ein Miteinander in WiI. Als weitere Massnahmen würde ich um die Wiler Altstadt einen virtuellen Ring erschaffen, vom Stadtweier über die Grabenstrasse, Tonhallenstrasse als <Wiler Kultur-Ring>.

Als zweiter Platz wird der Vorplatz des Gebäudes <Turm> durch zahlreiche Galerien, Ateliers, Cafés im Erdgeschoss gegen die Tonhallenstrasse ein mediterranes Ambiente schaffen, sozusagen die «Piazza Navona» mit Blick auf das schöne Städtchen Wil.

Ein weiterer Platz ist der Bahnhofplatz. Hier würde ich 77 Bäume pflanzen, die den Platz zu einem Stadtwald verwandeln. So können die Pendler, die am Abend gestresst von der Arbeit zurückkommen, jeden Tag einen Waldspaziergang machen.

Der Hof zu WiI wird zur Universität für Wissen: eine Hochburg für Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Workshops für Wiler Schulklassen, ein Kindermuseum zur Geschichte der Stadt und deren Bedeutung, sozusagen ein lebendes Harry-Potter-Castell, an dem junge Menschen Geschichte live, hautnah und interaktiv erleben können. Der Lernerfolg ist so gross, dass bereits nach wenigen Jahren Wil ein Science Center nach Vorbild des Experimenta Heilbronn (www.experimenta.science/de) erhält und damit in der Schweiz zur Lernmetropole wird.

Die Industriebrachen Argar, Kindlimann und Landhaus werden mit Wasserwegen zu einer eigenen Wohnstadt zusammengeschlossen, auf dem im Sommer in den kühlen Fluten mit Kanus und Stand-Up-Paddeling die Freizeit gemeinsam erlebt werden kann. Mit einem raffinierten Schleusen-System wird diese Wasserstadt mit dem Natur-Wasserreservat auf der Weierwiese verbunden.

Beim Stadtweier erfolgt die erfolgreiche Wiederansiedlung des Wiler Wappentiers. Mehrere Bären sind ein grosse Besuchermagnet, welches die Stadt WiI zur Bärenmetropole werden lässt.

Rund um den Aussichtsturm auf dem Hofberg wird in grossen Gehegen Rotwild angesiedelt. Und in den Auenlandschaften im Kindlimann-Areal finden Biber einen Lebensraum.»

Wil24