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Wil SG
15.09.2020
16.09.2020 09:13 Uhr

"fox4wil" - Hans Mäder sieht für Wil noch viel Potential

Hans Mäder beantwortet Fragen von wil24.ch.
Er gilt als Kronfavorit für das Stadtpräsidium. Sogar seine Partei, die CVP, steht diesmal vereint hinter ihrem Kandidaten. Was für Ideen hat Hans Mäder, alias "Fox", im Köcher? wil24.ch fragte nach.

Herr Mäder, man hört es in den Wiler Strassen, liest es in den Medien, vernimmt es an Veranstaltungen und am Stammtisch: Viele Wilerinnen und Wiler wollen, dass sich etwas ändert. Einer der Wünsche geht in Richtung besseres Verhältnis von Bevölkerung und Stadtverwaltung. Ist eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Einwohnerschaft und Verwaltung möglich?
Hans Mäder: "Das meiste läuft heute schon gut und diese 85% dürfen in der Betrachtung nicht untergehen. Es gibt aber sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die wichtigste Form der Kommunikation ist das Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Erfolgreiche Kommunikation ist wertschätzend. Eine schnelle, direkte Kommunikation bei allen Formen der Interaktion, angefangen von einfachen Formularanfragen bis zu komplexen Baubewilligungen ist selbstverständlich. Die Mitarbeitenden in der Stadtverwaltung haben mit Sicherheit eigene Ideen, was man mit einfachen Mitteln verbessern könnte. Dieses Wissen und neue Impulse gilt es zu nutzen. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit dem Ansatz 'zuhören, abwägen und dann entscheiden', wobei das unbefangene und respektvolle Zuhören die Basis für gute Resultate ist."

Kann ein Stadtpräsident, der von aussen kommt, kurzfristig überhaupt etwas in einer Verwaltung bewegen?
Hans Mäder:"Ich denke, das ist sogar ein ganz entscheidender Vorteil. Ohne Vorurteile, ohne Vorgeschichte und ohne jede Betriebsblindheit könnte ich als externe Führungskraft schnell Massnahmen ergreifen. Dabei muss ja nicht alles auf den Kopf gestellt werden. Es gibt eine sehr gute Basis und mit wenigen Optimierungen lässt sich schon viel erreichen."

Die Stadtverwaltung ist geografisch verzettelt. Büros gibt es in der Altstadt, an der Poststrasse, an der Speerstrasse und in Bronschhofen. Haben Sie dafür schon eine Idee im Hinterkopf?
Hans Mäder: "Ja, das ist für Einwohnerinnen und Einwohner nicht optimal und auch für die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung nicht förderlich. Meine Idee, die allerdings noch nicht ausgereift ist, geht in die Richtung Stadthaus mit allen Dienstleistungen an einem Ort im Zentrum von Wil. Wieso nicht an der Fussgängerzone oder beim Bleicheplatz mit einer besseren Nutzung dieses städtisch wichtigen Platzes mit unterirdischen Parkplätzen und darüber einem Verwaltungsgebäude mit öffentlichem Park."

Interessant. Und wie sieht Ihre Lösungsidee für den stockenden Verkehr durch die Stadt Wil aus?
Hans Mäder: "Hier gibt es zum einen die grossen Projekte, die in der Pipeline sind, wie die Neugestaltung von Bahnhofplatz/Allee, Wil Vivendo und die Netzergänzung Nord im Rahmen von Wil-West. Ich sehe aber auch kurzfristige Massnahmen wie die Aufhebung des Linksabbiegens an der Unteren Bahnhofstrasse sowohl bei der Migros-Ausfahrt als auch bei der Bahnhof-Ausfahrt. Schon damit würde der Verkehr flüssiger. Auch das Projekt Grünaustrasse sollte nicht zu weit nach hinten geschoben werden. Die damit verbundene Verkehrsentlastung des Zentrums darf man in einer Gesamtbetrachtung aus Wiler Sicht auch als Chance sehen."

Neue Ideen und Chancen ergeben sich in vielen Bereichen auch durch die Digitalisierung. Stimmt der Eindruck, dass Sie sich persönlich und sehr intensiv in diesem Thema engagieren?
Hans Mäder: "Aufgrund meiner vorgängigen Erfahrungen als Informatikverantwortlicher eines KMU-Beratungsunternehmens profitiere ich von einer natürlichen Nähe zu IT-basierten Lösungen. In den letzten Jahren habe ich mich neben der Praxis in der Gemeinde Eschlikon auch in der Entwicklung von 'E-Government' engagiert, welche sich um die Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung kümmert. Dies mache ich als Mitglied des Vereines 'Smarter Thurgau' und der Initiative 'Smart Citizen', an der neben dem Freiburger Professor Edy Portmann auch der Wiler Thomas Zerndt beteiligt ist. Letztere betrachtet die Digitalisierung aus Sicht der Bedürfnisse von Einwohnerinnen und Einwohnern, mit dem Ziel, dass die Lösungen kundenfreundlich sind und die Hoheit über die persönlichen Daten auch bei ihnen bleiben."

Was ist aus Ihrer Sicht das Ziel der Digitalisierung in der Verwaltung?
Hans Mäder: "Digitalisierung ist kein Ziel an sich, aber damit können neue Lösungen realisiert werden, die sowohl den Einwohnerinnen und Einwohnern von Wil als auch der Stadtverwaltung das Leben leichter und die Abläufe effizienter machen. Auch dafür setze ich mich ein."

Herr Mäder, besten Dank für Gespräch.

jg