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Bildung
16.09.2020
16.09.2020 11:43 Uhr

Seitenwechsel beim neuen KV4.0

Jan Näf, Lernender der Raiffeisenbank Regio Uzwil, ist im Rahmen des Praxisjahres seiner KV4.0-Ausbildung für zehn Wochen als Koch im Hotel Uzwil tätig. uzwil24.ch sprach mit den Beteiligten über die Erfahrungen nach drei Wochen.

Jan Näf ist einer von neun Lernenden, welche am 10. August 2020 zum ersten Praxisjahr der neuen Ausbildung gestartet sind. KV4.0 will die kaufmännische Ausbildung stärken und attraktiver machen. Im Rahmen des Praxisjahres, welches nach zwei Lehrjahren „eingeschoben“ wird, stehen neben einem beruflichen Seitenwechsel auch Zusatzausbildungen in Kommunikation, die Durchführung eigener Projekte und ein dreimonatiger Aufenthalt in England „live, learn, work“ auf dem Programm.

Von links: Pascal Kopp (Bereichsleiter Kaufmännische Berufe, BZWU), Lena Stojanovic (Lernende, Raiffeisenbank Regio Uzwil), Jan Näf (Lernender KV 4.0, Raiffeisenbank Regio Uzwil), Sabine Willi (Marketingleiterin und Berufsbildnerin, Raiffeisenbank Regio Uzwil) und René Meier (Direktor, Hotel Uzwil).

Seitenwechsel als grosse Chance

Der berufliche Seitenwechsel eröffnet den Lernenden die Chance, einen anderen Beruf kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Der „Banker“ Jan Näf macht aktuell ein Praktikum als Koch im Hotel Uzwil. Warum als Koch? Jan Näf: „Ich wollte beim Seitenwechsel etwas Neues kennenlernen, das mir Spass macht. Koch stand bei mir auch auf der Liste, als ich die Berufswahl zu treffen hatte. Und ich kann zudem etwas für mein weiteres Leben lernen.“

Und wie unterscheidet sich die Arbeitswoche in der Hotelküche im Vergleich zum Büro? Jan Näf: „Die Arbeitszeiten sind jetzt von 9 bis 14 Uhr und von 18 bis 22 Uhr, mit der sogenannten Zimmerstunde dazwischen. Ich arbeite fünf Tage pro Woche, manchmal auch am Wochenende. Abends bin ich erschöpfter als sonst, weil das Arbeiten im Stehen anstregender ist als im Sitzen. Aufgrund der Arbeitszeiten kann ich auch nicht immer am Training meines A-Juniorenteams beim FC Uzwil teilnehmen.“

Wie ist die Arbeit in der Küche? Jan Näf: „Die Arbeit ist manchmal hektisch, aber echtes Teamwork und macht viel Spass. Ich lerne viel und kann auch neue Speisen probieren wie beispielsweise Tintenfisch, den ich noch nicht gekannt habe.“

Hotel Uzwil-Direktor René Meier ist sehr zufrieden

Und wie sieht Hotel-Direktor René Meier den Einsatz von Jan Näf: „Schon nach drei Wochen ist klar, Jan ist ein echtes Talent und die Mitarbeitenden wollen ihn wohl kaum mehr gehen lassen. Er sieht über den Tellerrand hinaus, kann vernetzt denken und packt an, wo er gebraucht wird. Ich bin sehr zufrieden.“
Was soll Jan Näf nach zehn Wochen kennen und können? René Meier: „Jan soll in zehn Wochen für eine Gruppe von Leuten ein vollständiges Menü kochen können, inklusive Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Bei uns lernt er auch, woher die Rohprodukte kommen und wie sie verarbeitet werden. Und ausserdem wird ihm bewusst, wie im Küchenteam jeder Einzelne wichtig ist.“

KV4.0 Projektteam hat gute Vorarbeit geleistet

Pascal Kopp (BZWU) und Sabine Willi (Raiffeisenbank Regio Uzwil)  sind im Projektteam KV 4.0, welches das neue Ausbildungsangebot in den letzten zwei Jahren erarbeitet und lanciert hat. Sie freuen sich über den gelungenen Start der ersten „KV4.0-Crew“ und sind gespannt auf die Erfahrungen des ersten Praxisjahres. Das Interesse an KV4.0 steigt zudem weiter an. Beim Gespräch im Hotel Uzwil mit dabei war auch Lena Stojanovic, Lernende bei der Raiffeisenbank Regio Uzwil, die gerade den Anmeldeprozess begonnen hat und durch das Feedback von Jan Näf gewiss noch zusätzlich motiviert worden ist.

Weitere Informationen zum KV 4.0:

Artikel auf wil24.ch:
Erste „KV 4.0-Crew“ startet ins spannende Praxisjahr  
jg