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Kanton SG
22.09.2020

Die Umweltfreisinnigen lehnen die Jagdgesetzrevision ab

Prof. Dr. Juliane Hollender von der Eawag in Dübendorf.
An der ordentlichen Mitgliederversammlung der Umweltfreisinnigen St.Gallen (UFS) haben die Mitglieder die beiden Vorlagen in der Stadt St.Gallen (Neugestaltung Marktplatz und Nachtrag zur Gemeindeordnung zum Klimaschutz/Klimawandel) einstimmig angenommen.

Die Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, kurz Jagdgesetz, lehnen sie ebenso klar ab. Hauptkritikpunkt ist die Delegation des Abschusses von geschützten Tierarten vom Bund an die Kantone. Die UFS befürchten einen Wildwuchs in der Umsetzung.

Die Mitglieder haben die beiden aktualisierten Positionspapiere «Energie» und «Raumplanung» gutgeheissen. Albert Rüesch (St.Gallen) ist aus dem erweiterten Vorstand zurückgetreten, Kathrin Gabathuler (Salez) aus dem Vorstand der UFS. Neu gewählt als Vorstandsmitglied wurde Thomas Percy (St.Gallen) und in den erweiterten Vorstand Erwin Thalmann (Flawil).

Auch die Wahlen am 27. September 2020 waren natürlich ein Thema: Die UFS unterstützt ihre Mitglieder auf den FDP-Listen in den jeweiligen Gemeinden, ganz besonders Mathias Gabathuler in der Stadt St.Gallen, der dort als Stadtpräsident kandidiert.

Das Jahresthema der UFS ist das Thema «Landwirtschaft». Nach der Versammlung hat Prof. Dr. Juliane Hollender von der Eawag in Dübendorf über das Thema «Chlorothalonil-Metaboliten - eine Herausforderung für die Wasserversorgung» referiert. Mit der Trinkwasser- und Pestizidinitiative stehen für die Landwirtschaft im 2021 zwei wegweisende Abstimmungen ins Haus.

Die Umweltfreisinnigen politisieren seit mehr als 25 Jahren als eigenständige Organisation unter dem Dach der FDP. Sie befassen sich schwerpunktmässig mit den Themen Umwelt, Verkehr, Raumplanung, Energie sowie Forst- und Landwirtschaft.

 

Raphael Lüchinger (UFS)