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Kanton SG
24.09.2020

Ab Herbst 2021 fünf neue Studiengänge an der OST

In St.Gallen und Rapperswil werden Lehrangeboten in Informatik und Wirtschaftsinformatik ausgebaut.

Als Antwort auf den akuten Fachkräftemangel in der Ostschweiz führt die OST – Ostschweizer Fachhochschule auf das Herbstsemester 2021/22 eine Reihe neuer Angebote ein.
Zwei davon sind direkte Resultate der kantonalen IT–Bildungsoffensive: Der erfolgreiche Bachelorstudiengang Informatik wird neu als Teilzeitstudium auch am Standort St. Gallen angeboten. Er entspricht der Nachfrage junger Berufsleute nach einer Studienmöglichkeit in der Region. Neu soll auch der Bachelor in Wirtschaftsinformatik den Mittelschulabsolventen der Wirtschafts– und Dienstleistungsabschlüsse in der Region Rapperswil–Jona als ortsnahe Studiengelegenheit angeboten werden, damit diese nicht abwandern.–

Klares Ziel - Fachkräfte in der Region behalten

Dieser kantonale Ausbau des Informatikausbildungsangebots soll sicherstellen, dass die künftigen IT–Fachkräfte den angestrebten Digitalisierungsschub in Gesellschaft und Wirtschaft massgeblich mitgestalten und davon auch beruflich profitieren können. Dabei ist nicht nur die hohe Qualität der Ausbildung zentral, sondern auch die Möglichkeit, an mehreren Standorten im Kanton zu studieren und so die Vernetzung mit den künftigen Arbeitgebern in der Ostschweiz zu begünstigen. Klares Ziel ist es, dass man diese Fachkräfte auch vermehrt in der Region behalten kann. Beide Angebote tragen zur Stärkung des aufstrebenden, aus mehr als 2'000 Unternehmen bestehenden Ostschweizer ICT-Clusters bei.

Wirtschaft braucht praxisorientierte Rechtsspezialisten

Der neu in St. Gallen angebotene Bachelorstudiengang Management und Recht zielt spezifisch auf die Verbindung von Digitalisierung, Recht und Management ab. Immer strengere Datenschutzrichtlinien und komplexer werdende juristische Fragen an der Schnittstelle zwischen physischen und digitalen Produkten, IT–Systemen und Unternehmensprozessen fordern vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch die staatliche Verwaltung stark heraus.
Diese Organisationen brauchen deshalb praxisorientiert denkende, effizient handelnde Fachkräfte. Diese müssen für Abwägungen zwischen rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Interessen spezifisches juristisches Know–how einsetzen, rechtliche Problem Felder im Kontext ihrer Managementtätigkeit einordnen und juristisch sinnvolle Lösungsansätze im Einklang mit den Organisationszielen entwickeln können.

Physiotherapeuten für die Ostschweiz

Die Nachfrage nach Ausbildung übersteigt die Kapazitäten der schweizweiten Physiotherapie–Studiengänge deutlich. Trotzdem verzeichnet die Schweiz und insbesondere die Ostschweiz einen Mangel an ausgebildeten Physiotherapeuten. Der neue Bachelorstudiengang Physiotherapie soll deshalb einerseits der hohen Nachfrage ein passendes Angebot gegenüberstellen und andererseits die benötigten Fachkräfte nicht nur in der Ostschweiz ausbilden, sondern damit auch den regionalen gesundheitlichen Institutionen das dringend benötigte Personal zur Verfügung stellen. Einzigartig macht dieses neue Angebot in St. Gallen die Vertiefung in Mental Health Care. Diese zielt auf die ganzheitliche Betrachtung und Behandlung von körperlichen und psychischen Problemen in Ergänzung zum Fokus auf die muskuloskelettale Rehabilitation herkömmlicher Angebote ab. Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden häufig an zusätzlichen chronischen somatischen Erkrankungen, Diabetes oder chronischen Schmerzen. Die Physiotherapie kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der körperlichen und psychischen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Problemen leisten. Weitere Vertiefungen in Sport & Training sowie innerer Medizin runden das neue Angebot ab.

Betriebsökonomie-Bachelor schliesst regionale Ausbildungskreisläufe

Zusätzlich zu den beiden neuen Studiengängen wird der bisher in St. Gallen bestehende Bachelorstudiengang Betriebsökonomie neu auch in Rapperswil angeboten. Damit wird der regionale Ausbildungskreislauf geschlossen und ein geografisch nahes Angebot für die zahlreichen Berufsmaturanden im Bereich Wirtschaft und Dienstleistungen im Einzugsgebiet von Rapperswil–Jona geschaffen. Der etablierte Studiengang zeichnet sich insbesondere durch eine schweizweit führende Transferorientierung aus, wie sie etwa im bekannten WTT Young Leader Award zum Ausdruck kommt. Arbeit gebende schätzen denn auch, dass Absolventen dieses Studiengangs sofort einsetzbar sind und ihr Studium mit dem richtigen Rüstzeug für die Lösung komplexer Managementaufgaben verlassen. Dies stärkt Industrie und Gewerbe in der Region weiter.

Die OST löst erste Versprechen ein

Mit der Ausweitung der Informatik–Studienangebote in St. Gallen und Rapperswil im Rahmen der IT–Bildungsoffensive sowie zwei weiteren neuen Studiengängen und einer Erweiterung für den Standort Rapperswil, löst die OST knapp drei Wochen nach ihrem operativen Start bereits erste Versprechen ein. Die Stärken und Synergien der drei OST–Standorte werden genutzt, um bewährte und etablierte Studienangebote auch standortübergreifend anzubieten. Gleichzeitig werden neue Studiengänge geschaffen, um auf die Bedürfnisse des Ostschweizer Arbeitsmarkts und der regionalen Unternehmen zu reagieren. Auf der starken, bestehenden Ausbildungsgrundlage aufbauend und unter Einbezug der ebenfalls engen Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Behörden in der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung verfolgt die OST von Anfang an ein grosses Ziel: der Ostschweiz rasch und effizient die benötigten, praxisorientierten Fachkräfte sowie einen kontinuierlichen Wissenstransfer zur Verfügung zu stellen. Die Angebote an allen Standorten in St. Gallen, Rapperswil und Buchs werden dahingehend laufend optimiert.

Übersicht der neuen bzw. erweiterten Studienangebote

Ergänzend zu den insgesamt 14 bereits bestehenden Bachelorstudiengängen an der OST verändert sich das Studienangebot zu Beginn des Herbstsemesters 2021/22 auf neu insgesamt 16 Bachelorstudiengänge, wovon 4 an zwei Standorten angeboten werden: www.ost.ch/de/studium

pd/wil24