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Kultur
20.10.2020
20.10.2020 23:04 Uhr

"Circle of life": Skulptur als Zeichen des Dankes

Kunstwerker Peter Bernhardsgrütter (rechts) schenkt seine Skulptur "Circle of life" Thurvita. Andreas Bucher (Mitte), Hausverantwortlicher des Alterszentrums Sonnenhof und Leiter Hotellerie sowie Mathias Eilinger, Leiter Technischer Dienst, "nehmen das Werk entgegen".
Vor dem Alterszentrum Sonnenhof steht neu eine beeindruckende Skulptur aus Stahl von Peter Bernhardsgrütter. Das Werk in Rost und glänzendem Chrom ist ein Geschenk des Künstlers an Thurvita - als Zeichen des Dankes für die gute Begleitung der Mutter.

Wer das Sonnenhof-Areal vom Bleicheplatz her betritt, darf neu den Anblick einer zeitgenössischen Skulptur geniessen. Geschaffen hat die Plastik Peter Bernhardsgrütter. Sein Werk schenkt der renommierte Eisenplastiker Thurvita aus Dankbarkeit – dafür, dass seine Mutter bei Thurvita gut aufgehoben war. Sie verbrachte ihre letzte Lebensstation im Alterszentrum Sonnenhof. Dass nun ein Kunstwerk von Peter Bernhardsgrütter beim Sonnenhof seine Heimat findet, sieht Thurvita als Ehre – und mit Stolz. 

"Circle of life"

In Wil liegen auch Peter Bernhardsgrütters (65) frühen Erinnerungen, genoss er doch seine Kindergarten- und die Primarschulzeit in der Äbtestadt. "Lebenskreis" lautet frei übersetzt der englische Titel der gut mannshohen Skulptur vor dem Alterszentrum Sonnenhof. Die Betrachtenden stehen einer runden Form gegenüber, die sich je nach Blickwinkel zu einer Ellipse wandelt. Geschwungene Linien strukturieren die Fläche und bieten ein wechselndes Spiel von Licht und Schatten. Das Werk, entstanden 2013, ist aus Stahl in Rostoptik, mittendrin ruht eine Kugel aus glänzendem Edelstahl. "Die Plastik ist ein Ausdruck meiner Auseinandersetzung mit dem Thema "Kommen und Gehen. Auslöser war wohl das eigene Älter werden sowie der zunehmende Verlust von lieben Mitmenschen", sagt Bernhardsgrütter.

Kunst als Spiegel des Lebens

Über seine Beziehung zur Kunst berichtet Peter Bernhardsgrütter: "Neben Familie und Beruf, habe ich in der Kunst im schon früh einen idealen Ausgleich zum immer hektischer werdenden Business gefunden. Nach einem Schicksalsschlag Anfang 2006, mit REHA-Aufenthalt und längerem Arbeitsausfall, erfolgte eine Art Neugeburt. Seit 2008 widme ich mich ausschliesslich und mit ganzer Kraft dem künstlerischen Schaffen. Die grossen Themen der Menschheit bewegen mich: die Liebe; die Einheit von Körper, Seele und Geist; der Kreislauf des Lebens; Familie und Geborgenheit oder auch mythologische Themen. Ich setzte sie um zu Stahl gewordenen Mythen – in abstrakten Figuren erzähle ich davon. Oft mit dabei ein weiteres Ursymbol: die Kugel. Meist glänzend verchromt im Kontrast zum Rost der Vergänglichkeit."

Bei der Positionierung der Skulptur legt der Künstler, Peter Bernhardsgrütter, (links) höchstpersönlich Hand an.
Thurvita