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Bildung
26.10.2020
27.10.2020 15:02 Uhr

Evelyne Engeler nimmt Stellung zur Aufsichtsbeschwerde

In einem Brief an die Öffentlichkeit nimmt Evelyne Engeler Mohn Stellung zu einer Aufsichtsbeschwerde, die gegen sie in ihrer Funktion als Schulrätin der Stadt Wil beim Stadtrat eingereicht wurde.

"Hiermit möchte ich Sie darüber informieren, dass gegen mich in meiner Funktion als Schulrätin der Stadt Wil eine Aufsichtsbeschwerde beim Stadtrat eingereicht wurde. UrheberInnen der Beschwerde sind drei Mitarbeitende einer Schuleinheit. Da ich nichts zu verheimlichen und mir nichts vorzuwerfen habe, erachte ich es als das Beste, proaktiv an die Öffentlichkeit zu treten.

Die BeschwerdeführerInnen unterstellen mir eine unkorrekte Amtsausübung, ohne ihre Vorwürfe konkret zu begründen und zu belegen. Im Anhang finden Sie die Beschwerde sowie meine heute eingereichte Stellungnahme dazu. Die Namen der BeschwerdeführerInnen habe ich unkenntlich gemacht, um mir nicht noch weitere Vorwürfe einzuhandeln. Es geht mir nicht um Personen, sondern um die desolate Führungskultur im Bildungsdepartement, die sich in diesen Vorgängen einmal mehr zeigt.

Das Ganze hat den Charakter einer Intrige. Die Beschwerde ist bereits am 24. Juni 2020 eingereicht worden, wurde mir aber erst am 19. Oktober 2020 zur Stellungnahme weitergeleitet. Es handelt sich offensichtlich um ein abgekartetes Spiel bzw. um Mobbing unter dem Deckmantel eines Aufsichtsverfahrens. Die parlamentarische Bildungskommission wurde offenbar schon im August 2020 informiert, dass ein Verfahren gegen mich im Gange ist. Ich als Beschuldigte wusste bis vor wenigen Tagen überhaupt nichts davon!

Ich habe Grund zur Annahme, dass Schulratspräsidentin Jutta Röösli die treibende Kraft hinter dieser Beschwerde ist. Bekanntermassen hat sie ein Problem mit mir, weil ich mich als einziges Schulratsmitglied nicht ihrem Diktat unterwerfe und mich traue, sie zu kritisieren. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Angestellte der Schule sich an den Stadtrat wenden würden, wenn Jutta Röösli diesen Schritt nicht gebilligt oder sogar provoziert hätte. Denn sie verlangt von ihren Untergebenen bedingungslose Loyalität und legt grossen Wert darauf, stets alles unter Kontrolle zu haben.

Als soeben wiedergewählte Schulrätin will ich mich auch in den nächsten vier Jahren für das Wohl der Kinder und der Wiler Schulen einsetzen. Dazu braucht es unter anderem eine offene Kritik- und Fehlerkultur. Unter der Führung von Jutta Röösli herrschen im Bildungsdepartment Intransparenz, Desinformation, Denunziation und Mauschelei. Ich hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler dies endlich erkennen und am 29. November für die dringend nötige Veränderung sorgen."

Aufsichtsbeschwerde / Stellungnahme Schulrätin Evelyn Engeler Mohn 25.10.2020
Evelyne Engeler Mohn