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03.11.2020
05.11.2020 08:35 Uhr

Starkes Trio will ESAF2025 nach St. Gallen holen

Die starken Botschafter für die Kandidatur in St.Gallen: v.l. Jörg Abderhalden, Daniel Bösch und Arnold Forrer (Foto: Robert Diener)
Sie dominierten während vielen Jahren den Schwingsport und feierten diverse Siege an Eidgenössischen Anlässen. Nun stehen drei mächtige Schwingergrössen als Botschafter für die Kandidatur des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests im Fokus. Jörg Abderhalden, Arnold Forrer und Daniel Bösch unterstützen die Bewerbung aus der Gallusstadt.

Schwingerkönige und Unspunnensieger

1998, das Jahr von Jörg Abderhalden und Arnold Forrer. Die jungen Toggenburger Schwinger reisten als mögliche Favoriten in die Bundeshauptstadt an das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest und kamen mit dem Titel vom Schwingerkönig und dem eidgenössischen Kranzschwinger nach Hause. Nebst den beiden Toggenburgern reisten damals noch weitere St. Galler Schwinger mit dem Eichenlaub zurück in die Ostschweiz.
Arnold Forrer seinerseits sicherte sich nach dem gestellten Schlussgang gegen Jörg Abderhalden in Nyon 2001 den Königstitel. Jörg Abderhalden doppelte 2004 in Luzern nach und gewann den dritten Königstitel im Jahr 2007 in Aaarau. In diesem Jahr machte auch  Daniel Bösch zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Der St. Galler bodigte bereits am Samstag den Favoriten Martin Grab und sicherte sich am Sonntagabend den ersten Eidgenössischen Kranz. Im Jahr 2011 gewann Daniel Bösch völlig überraschend und entgegen allen Vorhersagen im Dauerregen von Interlaken den Titel am Unspunnen Schwinget.
Nun stehen die drei Schwingergrössen als Botschafter für St. Gallen im Einsatz und möchten statt Kränze und Titel den grössten Anlass im Schwingsport in die Gallusstadt holen.

St.Gallen ist die Heimat

Die Stadt St. Gallen ist für die drei Botschafter ihre Heimatstadt und für sie war auch von Anfang an klar, dass sie sich für die Kandidatur einsetzen werden. «Als die Anfrage bezüglich des Botschafters bei mir gestellt wurde, musste ich nicht zwei Mal überlegen» sagte Daniel Bösch. Auch für den dreifachen Schwingerkönig Jörg Abderhalden war klar, dass er sich für St. Gallen einsetzen werde. «Wir konnten viel vom Kanton St. Gallen und vom St. Galler Kantonalen Schwingerverband profitieren und möchten so auch etwas zurückgeben» erwähnte Jörg Abderhalden. Arnold Forrer seinerseits hat viele Verbindungen mit dem Kantonshauptort und steht zu hundert Prozent hinter der Kandidatur. «Die Stadt St.Gallen gehört zu mir wie meine Heimat das Toggenburg und ist absolut fähig für eine Durchführung» meinte Arnold Forrer. Nicht nur durch den Schwingsport kennen die Schwingergrösse ihre Heimatstadt bestens, auch durch die Olma, welche jedes Jahr ein Treffpunkt bei den Schwingern ist. Somit hat St. Gallen mit ihren eigenen Schwingergrössen optimale Botschafter für die Kandidatur.

Nachhaltigkeit mit Infrastruktur nützen

Arnold Forrer ist momentan noch der einzige aktiv Schwinger unter den drei Botschaftern. Jedoch sind alle drei Botschafter bereits als Unternehmer tätig und setzen sich für die Nachhaltigkeit ein. Dies passt auch optimal zur Bewerbung von St. Gallen. Denn das Fest kann mit kurzen Wegen, eine bereits vorhandene Infrastruktur und einem bereits bestens funktionierendem Verkehrskonzept (Bahn & Auto) bei den Botschaftern punkten. «Auch die Hotellerie und das Gelände von der Armee in St.Gallen ist optimal und sehr nahe, was mich total überzeugt» erwähnte Jörg Abderhalden. Arnold Forrer seinerseits meint auch; «die Kaserne Neucheln ist perfekt für uns Schwinger und trotz Nähe können wir am Abend vom Rummel ums Stadion abschalten». Dies bestätigte auch Daniel Bösch. Weiter erwähnte der Metzger auch; «Die Lieferanten der Grossverteiler können dank den Verteilzentren in unmittelbarer Nähe direkt ab Rampe liefern, also perfekt.» Somit spürt man von den Botschaftern, dass ihnen die Wirtschaft, Infrastruktur und Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt.

Pascal Schönenberger