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Kultur
24.12.2020

Was bedeutet Weihnachten?

Anbetung vom Christkind
Weihnachten, auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi.

Festtag ist der 25. Dezember, der Christtag, auch Hochfest der Geburt des Herrn, dessen Feierlichkeiten am Vorabend, dem Heiligen Abend (auch Heiligabend, Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend), beginnen. Er ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag.

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern kommt als zweiter Weihnachtsfeiertag der 26. Dezember hinzu, der auch als Stephanstag begangen wird.

In deutschsprachigen und einigen anderen Ländern findet die Bescherung für gewöhnlich abends am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, statt und wird – nicht zuletzt aufgrund der starken Kommerzialisierung des Fests – als der herausragende Teil des Weihnachtsfests angesehen, nicht selten verbunden mit der Vorstellung, dass Weihnachten vor allem der 24. Dezember ist.

Anbetung des Christuskindes in Holz

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist ungeklärt. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und «Christus, der wahren Sonne» (Christus verus Sol) zogen frühe Christen Parallelen.

Weihnachten zur Biedermeierzeit

Der Brauch stammt aus der Biedermeierzeit

Weihnachten wird meist auch in der Familie oder mit Freunden und mit gegenseitigem Beschenken gefeiert. Der Brauch der Bescherung der Kinder zu Weihnachten in der heute üblichen Weise stammt aus der Biedermeierzeit und blieb zunächst auf großbürgerliche Kreise beschränkt, denn nur diese hatten das bühnenartig verwendete Wohnzimmer zur Verfügung, konnten sich einen privaten Weihnachtsbaum leisten und aus dem immer vielfältigeren Spielwarensortiment Kindergeschenke auswählen.

Festigung familiärer Beziehungen

Der Verweis auf mythische Geschenkebringer, wie das Christkind, die teilweise auch gespielt werden, wie der Weihnachtsmann, kennzeichnet das familiäre Ritual des Heiligen Abends. Es dient zur Festigung familiärer Beziehungen. Viele Länder verbinden weitere eigene Bräuche mit Weihnachten. Der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend ist für viele Menschen Teil der Festtradition.

Patricia Rutz/Toggenburg24