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Fussball
22.01.2021
25.01.2021 07:10 Uhr

"Die spezielle Lage darf keine Ausrede sein"

Fragezeichen zur Aufstellung gibt es praktisch vor jedem Spiel. Beim Re-Start im neuen Jahr gibt es davon beim FC Wil jedoch ein Dutzend. Und man darf gespannt sein, wie viele sich nach dem heutigen Spiel gegen den FC Aarau in Ausrufezeichen verwandeln.

Fünf neue Spieler sollen dem FC Wil, seinem Trainer Alex Frei und den Anhängern das Leben einfacher machen. Marcin Dickenmann (von GC), Henri Koide (vom FC Zürich), Ajet Sejdija (vom SC Brühl), Carlos Silvio (vom FC Rapperswil-Jona) und Tician Tushi (vom FC Basel) verstärken das Kader.

Warum aber braucht Alex Frei heute einen besonders starken Espresso? Klar, weil auch Corona noch mitspielt. Drei Corona-Fälle und die daraus resultierende Quarantäne für die Mehrheit der Spieler und des Staffs haben die Vorbereitungen torpediert und das letzte Testspiel gegen den FC Zürich verhindert. Alex Frei: "Das wird unsere Vorbereitungsphase bis zum dritten Spiel verlängern, aber wir werden nicht jammern, sondern das Beste daraus machen."

Weil der FC Wil die Persönlichkeitsrechte seiner Spieler und Mitarbeitenden schützt, werden die Betroffenen, die allenfalls noch nicht ganz genesen sind, auch nicht namentlich bekannt gemacht. Deshalb werden die Medienvertreter und die Zuschauer zu Hause vor dem Live-Stream erst eine Stunde vor dem Anpfiff wissen, wen Alex Frei ins Rennen gegen den Gast aus Aarau schicken wird bzw. schicken kann. 

Alex Frei bleibt aber auch in dieser "suboptimalen Lage" seiner Winner-Einstellung treu: "Diese Ausgangslage darf für uns kein Alibi sein. Wir gehen wie immer mit dem Ziel auf den Rasen, das Spiel zu gewinnen. Wenn wir unser Potential ausschöpfen können, wird es ein positives Resultat geben."

Freuen wir uns, dass es wieder losgeht. Und vielleicht spielen Silvio und Tushi ja doch.

Hopp Wil!

Jürg Grau