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Kanton SG
21.03.2021

Ein Lastwagenfahrer zum Thema Augartenkreuzung

Bild: zVg
Aus der Praxis für die Politik: Armin Bissegger, ein "velofahrender Lastwagenfahrer" aus Uzwil, nimmt in einem Leserbrief Stellung zur Problematik und möglichen Lösung für die Augartenkreuzung.

Ich danke Bruno Dudli und Damian Gahlinger für ihr Engagement. So wird es vielleicht möglich, am Augarten eine weitsichtige und wirksame Lösung umzusetzen.
Andernfalls müsste man es besser so lassen wie es ist. Noch mehr Lichtsignale aufstellen, bringt nichts. Der A1-Anschluss Wil lässt grüssen. Dort waren auch praxisferne Verkehrs(ver)planer am Werk. "Fliessende" Kreisel und "stoppende" Lichtsignale lassen heute den Verkehr bis auf die A1 stauen.

Dass ein stark befahrener Verkehrsknoten mit Kreisel und Unterführung die Lösung ist, zeigt der A13-Anschluss Chur Süd. 
Das heisst: Ausfahrt Uzwil/Oberbüren für Linksabbieger: Würden die Grünstreifen durch "Einfädelspuren" ersetzt, müssten jeweils nicht beide Fahrspuren frei sein, es könnte fliessend - im Reissverschluss - eingefädelt werden.
Auffahrt von Uzwil/Oberbüren für Linksabbieger: Innerhalb von 50 Metern zweimal 'Kein Vortritt', da die Rechtsabbieger fliessend auffahren. Biegen 3 bis 4 PW gleichzeitig ab, steht der hinterste PW draussen auf der Gegenfahrbahn. Bei einem "kurzsichtigen" LKW/Sattelzug sind die Folgen noch gefährlicher. So gibt es regelmässig Unfälle auch mit Verletzten. Beim A1 Anschluss Winkeln (von Bruggen Zürcherstrasse, Rechtsabbieger) wurde dies kurz nach Inbetriebnahme korrigiert.  

"Fazit": Den Kindern wird beigebracht, dass auf der Strasse nicht gespielt wird. Wenn die Verkehrsplaner mit der Strasse spielen, bekommen sie dafür sogar noch Geld. Beispiele für Fehlplanungen gäbe es auch aus Sicht des Velofahrers noch einige, doch damit würde ich diesen Leserbrief überladen.

Danke fürs Lesen und Nachdenken.  

Armin Bissegger, Uzwil | armin.bissegger@gmail.com