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Zuzwil SG
22.04.2021
22.04.2021 21:12 Uhr

Zuzwil: Bilanz nach 113 Tagen im Amt

Bild: uzwil24
Bei den Gesamterneuerungswahlen für die Amtsdauer 2021 bis 2024 wurden Michael Gschwend, Raffael Sarbach und Rebecca Wolgensinger vergangenen Herbst in den Gemeinderat beziehungsweise den Schulrat gewählt. Seither sind 113 Tage vergangen. Um die neuen Ratsmitglieder der Bevölkerung etwas näher vorzustellen, geben sie in den nachstehenden Interviews Auskunft über ihren Start sowie ihre Ziele und Visionen.

Michael Gschwend, Gemeinderat


Wie wurden Sie im Gemeinderat empfangen?

Bereits kurz nach den Wahlen erhielt ich bei einer Einführung erste wichtige Informationen zur Zusammenarbeit im Gemeinderat und zu den wichtigsten Themen, die diesen beschäftigen. An der ersten konstituierenden Sitzung ging es zügig zu den relevanten Geschäften. Bezüglich «Empfang» ist dabei nichts Spezielles zu erwähnen, im Gemeinderat geht es sachlich zu und her und man kennt sich schon von früher, sodass an den Sitzungen zielstrebig die Geschäfte abgewickelt werden.

Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz nach 113 Tagen aus?

Es gibt viele Geschäfte, bei denen es aufgrund der Vorgaben klar ist, wie entschieden werden soll, trotz dem ist die Arbeit spannend, denn es kommen immer wieder Geschäfte auf, die eine gewisse Brisanz haben und bei denen mit Weitsicht entschieden werden muss. Die Diskussionen im Gemeinderat bis zur Entscheidungsfindung sind wichtig und werden auch geführt. Es bei jedem Entscheid schlussendlich allen recht machen zu können wäre wünschenswert, aber leider nicht möglich. Wo möchten Sie die Schwerpunkt ein der kommenden Legislatur setzen? Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen? Für mich sind die Gemeindefinanzenwichtig, ich möchte, dass die Finanzen im Lot bleiben und wir einerseits einen attraktiven Steuerfuss behalten können und andererseits unsere Infrastruktur im Schuss behalten, was kostet. Wichtig ist mir auch, dass die vorhandenen Ressourceneffizient eingesetzt und haushälterisch mit den Steuereinnahmen umgegangen wird. Das ist meiner Meinung nach jedoch etwas, was schon seit Langem in unserer Gemeinde so gehandhabt wird und entsprechend keinen speziellen Effort benötigt. Als neuer Präsident des Elektrizitätswerks liegt mir natürlich aber auch dieses am Herzen. Da es hier sehr technisch zu und her geht, setze ich in diesem Bereich in Zukunft wohl die meiste Zeit ein.

Was arbeiten Sie beruflich? 

Wie können Sie bereits vorhandenes Wissen in den Gemeinderat einbringen? Ich bin kaufmännischer Leiter einer regional verankerten Immobiliengesellschaft. Meine Erfahrung aus diesem Bereich kommt mir natürlich als Gemeinderat entgegen. Auch die acht Jahre in der Geschäftsprüfungskommission der Gemeinde Zuzwil, wovon ich vier Jahre als Präsident amtete, machen es mir einfacher, mich im Gemeinderat einzubringen. Trotzdem lerne ich an jeder Gemeinderatssitzung noch enorm viel dazu, denn worauf es als Gemeinderat ankommt, kann man nur bei der Mitarbeit im Gemeinderat lernen.

Sie sind Präsident der EW-Kommission. Welche Projekte kommen in nächster Zeit auf Sie zu?

Das FTTH-Projekt ist bestens eingefädelt und es wartet eigentlich nur noch der Abschluss auf mich. Solche grossen Projekte, bei denen auch die Kunden des EW mitbekommen, dass sich die Leistungen des EW verbessern, kommen wohl nicht mehr so schnell auf mich zu. Es sind vielmehr jede Menge kleinere Projekte die damit zusammenhängen, die Infrastruktur «up to date» zu halten. Zu erwähnen sind aber sicher die Strommarktliberalisierung, der Netzausbau und das Smart Power Management(SPM), was schlussendlich auch jedem einzelnen EW-Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen kann. Wichtig scheint mir auch die Frage, wie das EW Zuzwil seinen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie2050 leisten kann.

Rebecca Wolgensinger, Schulrätin


Welche Eindrücke haben Sie nach den ersten Schulratssitzungen?

Ich durfte erfreut feststellen, dass die Schule sehr gut organisiert und strukturiert ist, über ein tolles und motiviertes Team verfügt und sich den aktuellen, aber auch zukünftigen Herausforderungen auf allen Ebenen bewusst ist.

Gibt es neue Projekte, welche Sie demnächst in Angriff nehmen werden?

An der vergangenen Klausurtagung haben wir im Gremium strategische Themen evaluiert und daraus die Schwerpunkte für die laufende Legislaturperiode definiert.

Was zeichnet eine gute Schule aus?

Hervorragende Pädagogen, die als Team miteinander die Ausbildung und persönliche Entwicklung unserer Kinder sicherstellen. Klare und funktionierende Prozesse auf allen Stufen der Organisation dienen der Sicherstellung des Bildungsauftrages gemäss den gesetzlichen Grundlagen. Das wichtigste aber zum Schluss: Die Kinder sollten stehts im Mittelpunkt stehen. Es muss unser Ziel sein, sie bestens gerüstet auf ihren weiteren Weg zu schicken.

Raffael Sarbach, Schulrat


Wie wurden Sie von den Kolleginnen und Kollegen im Schulrat empfangen?

Der Empfang war kollegial, freundlich und offen. Durch mein Engagement und Aufwachsen in der Gemeinde hatte ich bereits Kontakte, was meinen Einstieg erleichterte. Ich fühle mich akzeptiert und gut integriert. Alle können ihren «Rucksack» einbringen. Ich würde sagen, wir arbeiten schon sehr gut als Team zusammen.

Welches war bisher Ihr schönstes Erlebnis als Schulrat?

Die Klausurtagung fand ich sehr wertvoll. Es wurde viel sowie konstruktiv gearbeitet und das Kollegiale und Gesellige kam nicht zu kurz. So lernte ich meine Kolleginnen und Kollegen sowie die Schulleitung, Schulleitung Stv. und die Schulsekretärin auch von der privaten Seite kennen. Sehr positiv überrascht bin ich über die Informationsflüsse und die Unterstützungsbereitschaft, was gerade auch für die Einarbeitung hilfreich ist.

Für welche Projekte interessieren Sie sich besonders, respektive für welche möchten Sie sich in den kommenden vier Jahren einsetzen?

Bisher fand ich alle Themen in den Sitzungen spannend. Die Aufgaben und Bereiche sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Mir ist vor allem wichtig, dass die Schule Chancengleichheit und eine gute Zukunft für alle Kinder und Jugendlichen ermöglicht. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, bedarfsgerechte Infrastruktur und Schulraum, hohe Schulqualität sowie Schulwegsicherheit und die Förderung von Familie und Beruf und demzufolge die Weiterentwicklung und der Ausbau der «TAGIZ» sind weitere Themen, welchen ich mich gerne annehmen werde. Die Institution Schule soll ein gutes Lernen ermöglichen und Kompetenzen vermitteln, aber auch ein attraktiver Arbeitgeber und lebendig sein. Ich bringe meine sozialpädagogische Profession ein. Es liegt mir am Herzen, dass viele Familien mit Kindern nach Zuzwil ziehen möchten.

Gemeinde Zuzwil