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20.05.2021
20.05.2021 08:34 Uhr

"Ich bin stolz auf mein Team, stolz auf den FC Wil"

Bild: wil24.ch/ / jg
Am Mittwoch hatte der Wiler Cheftrainer zum letzten "Kafi mit Alex" in dieser Saison eingeladen. Themen waren die "heisse Partie" am Donnerstag gegen den FC Thun sowie ein Blick zurück und auch nach vorn.

Drei Runden vor Schluss hatte der FC Wil dank des "Bann brechenden" 3:2-Siegs gegen den FC Chiasso den Ligaerhalt sichern können. Danach folgte die für beide Teams unbedeutende Niederlage in Lausanne und jetzt rückt der FC Wil nochmals ins Scheinwerferlicht der Fussballschweiz. In der letzten Runde kämpfen die Teams von GC, Thun und Aarau um den Aufstieg in die Super League, wobei der FC Aarau nur eine Chance auf den Barrage-Platz erhält, wenn der FC Wil den FC Thun besiegt. Der FC Thun könnte seinerseits mit einem Sieg direkt aufsteigen, wenn GC gegen den SC Kriens keinen Sieg einfährt. 

"Wir geben noch einmal alles!"

Alex Frei: ""Wir sind es uns, dem FC Wil, unseren Zuschauern und dem Schweizer Fussball schuldig, dass wir mit dem bestmöglichen Team gegen den FC Thun antreten und unser Leistungsvermögen ausschöpfen.Sollte ich bei irgend einem Spieler das Gefühl haben, dass er nicht alles gibt, werde ich nicht zögern, ihn auch schon nach einer Viertelstunde auszuwechseln. Wir wollen diese Saison mit einem Spiel beenden, das positiv in Erinnerung bleibt."

Grosse Fortschritte, viel Lob für den Club

Es war in der Tat keine leichte Aufgabe, die Alex Frei auf seiner ersten Station als Profitrainer im September letzten Jahres angetreten hatte. Er musste aus einem Kader mit 19 neuen, jungen Spielern ein Team bilden und entwickeln. "Ich bin stolz auf die Fortschritte, die unsere Spieler in den letzten Monaten gemacht haben und dass sie zu einem starken Team geworden sind. Sieges- und Niederlagenserien haben unsere Saison geprägt. Wir haben mit Ausnahme von zwei, drei Partien immer gut gespielt, uns dafür aber teilweise nicht belohnt oder gar selber geschlagen. Öfters fehlte den jungen Spielern in den entscheidenden Phasen die Ruhe und Cleverness der Erfahrung. Das hat sich in der zweiten Hälfte der Saison - auch dank den Zuzügen - stark verbessert. Die einzelnen Spieler haben dazu gelernt und als Team haben wir an Durchschlagskraft gewonnen. Jetzt bringen wir eine ganz andere Präsenz und Mentalität auf den Platz. Ermöglicht wurde diese erfreuliche Entwicklung auch durch den ganzen Staff, die gute Organisation und das fussballbegeisterte Umfeld des FC Wil. Ein toller Club!"

Neue Kräfte - in guter Mischung

Wie weiter? Nach der Sicherung des Ligaerhalts vor einer Woche gibt es für den FC Wil jetzt Planungssicherheit. Deshalb laufen die Bemühungen zur Gestaltung des Teams für die Saison 2021/22 aktuell auf Hochtouren. Sportchef Jan Breitenmoser und Cheftrainer Alex Frei sind zusammen mit Präsident Maurice Weber und Geschäftsführer Benjamin Fust dabei, das neue Team zusammenzustellen. "Nicht mehr 19, aber sieben bis acht neue Spieler werden zu uns stossen", erläutert Alex Frei, "wir haben nun ein gutes Gerüst und suchen neben ganz jungen Talenten noch drei, vier Spieler, die schon Erfahrung in der Challenge League mitbringen." 

Ist das Sprungbrett FC Wil intakt? Alex Frei: "Ja sicher. Es wird wohl zwei bis drei Spieler geben, die nach Abschluss der Saison den Sprung in die Super League schaffen. Für mich ist unsere Arbeit dann ein Erfolg, wenn sie in der Super League dann auch tatsächlich zum Spielen kommen." 

Bleiben Sie Trainer beim FC Wil?

In den Boulevard-Medien wurde Alex Frei in den letzten Wochen schon als künftiger Trainer beim FC Sion, beim FC Basel und sogar bei Bundesliga Teams gehandelt. Deshalb die direkte Frage an den Wiler Cheftrainer wie seine Zukunft aussieht. 
Alex Frei: "Wie bekannt ist, habe ich auch für die nächste Saison einen Vertrag mit dem FC Wil. Mir gefällt es hier und ich habe mit Präsident Maurice Weber noch nie das Gespräch gesucht, um meinen Vertrag vorzeitig aufzulösen."

Jürg Grau